Bewegender Cáritas-Spot von Alejandro Toledo

Wie schnell Menschen aus dem gesicherten Mittelstand in die Armut abrutschen können, ist nicht erst seit der Finanzkrise bekannt. In Spanien, wo besonders viele Menschen besonders stark von der Krise betroffen sind, leisten – wie in vielen anderen Ländern auch – soziale Dienste wie etwa kirchliche Organisationen der Caritas einen wichtigen Beitrag soziale Härtefälle abzumildern. Der spanische Regisseur und Werbefilmer Alejandro Toledo hat – selbstverständlich ohne Honorar zu verlangen – einen Werbespot für die spanische Cáritas gedreht, nachdem er einen Ex-Kollegen traf, wie dieser aus einer Suppenküche für Obdachlose kam. Er hat diesen bewegenden Film mit seiner eigenen Tochter gedreht:

Der am Ende des Films eingesprochene Text lautet:

En Madrid muchas familias han perdido la esperanza. Entre todos se la podemos devolver. Ayúdanos a ayudar.

Zu Deutsch: In Madrid haben viele Familien die Hoffnung verloren. Gemeinsam können wir sie ihnen wieder geben. Hilf uns zu helfen

[via La Huella Digital]

Brasilien erfindet sich neu – Radiofeature hr2 – DER TAG

Aeroporto Internacional do Recife. Das werktägliche Radiofeature «hr2 DER TAG» stellt ein Beispiel für herausragenden Radiojournalismus dar. Gestern hat sich die Dokumentationsreihe aus aktuellem Anlass mit Brasilien beschäftigt. Das Partnerland der CeBIT findet derzeit wegen seines Turboaufstieges in die Spitzengruppe der stärksten Wirtschaftsmächte weltweit viel Beachtung. Wenn auch die soziale Schieflage des Landes dadurch nicht gelöst, sondern sogar noch verstärkt wird:

Gestern hat die Bundeskanzlerin die Computer-Messe Cebit eröffnet. Arm in Arm mit Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff. Denn Brasilien ist in diesem Jahr Gastland der Cebit. Das mag exotisch klingen, ist es aber nicht. Brasiliens Wirtschaft blüht und gedeiht, und der Bedarf an Informationstechnik ist enorm. Von Schuldenbergen und galoppierender Inflation ist schon längst nicht mehr die Rede, das Land hat Milliardenreserven und eine starke Währung. Eine der Ursachen für das Wirtschaftswunder: Brasilien verzichtete – wie andere Länder Lateinamerikas – auf die Rezepte von Währungsfonds und Weltbank und wurde mitten in der Krise zum Hort von Wachstum und Optimismus. Ein Wirtschaftswunder wird besichtigt – heute Abend in DER TAG.

Den 55-minütigen Radiobeitrag «Mit Zuckerhut und Peitsche – Brasilien erfindet sich neu» mit mehreren interessanten Interviews können Sie auf der Seite von hr2 DER TAG oder hier nachhören:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Foto: Aeroporto Internacional do Recife, Quelle Wikipedia.

24 Stunden Mexiko Stadt

Die Mexikanische Tourismusbehörde hat mit diesem Film auf der Expo 2010 in Shanghai geworben. Filmemacher Luis Mandoki (u.a. bekannt durch «Voces Inocentes» und «Fraude: México 2006») und Mariana Rodriguez führten Regie. Das Ergebnis zeigt 24 Stunden aus dem Leben einer der großen Megacities der Welt. Wunderbar anzusehen und durchaus legitim, einmal die negativen Nachrichten auszublenden, die ansonsten in den Köpfen der Menschen sind, wenn sie an Mexiko denken.

[via @EmbaMexAle]

Rosa Ribas Moliné & Ainhoa Montoya Arteabaro: Lesung und Filmvorführung zur spanischen Migration

En caída libre Im Rahmen der Reihe über die spanische Migration finden am Donnerstag, den 19. Januar, im Instituto Cervantes Hamburg ab 18:30 Uhr eine Lesung und ab 20:30 Uhr eine Filmvorführung statt.

Sobre varias sillas. Una vida en Alemania Die spanische Schriftstellerin Rosa Ribas Moliné liest aus ihrem Buch „En caída libre“. Im Anschluss folgt ein Gespräch mit ihr und der baskischen Filmemacherin Ainhoa Montoya Arteabaro, die abschließend ihren Dokumentarfilm „Sobre varias sillas. Una vida en Alemania“ zeigt.

„Don Quijote“ als Comic

Ein Gast-Artikel des ciberaBlog-Lesers Thomas Lablans:

Die Quijote-Rezeption in Deutschland wird um ein Kapitel reicher. Seit Anfang Oktober präsentiert die F.A.Z. den neuen Comic des Berliner Zeichners Flix als Fortsetzungsgeschichte. Nachdem Felix Görmann, wie Flix mit bürgerlichem Namen heißt, zuletzt u.a. eine Neufassung des Faust veröffentlichte (hier abzurufen), befasst sich sein aktuelles Werk mit Alonso Quijano, dessen Geschichte in humoristischer Weise aus der Mancha nach Deutschland verlegt wird.

Don Quijote von FlixLaut F.A.Z.-Redakteur Andreas Platthaus wird Cervantes‘ hidalgo „in die Gegenwart versetzt und umgemodelt, ohne dass dabei aber die spezifischen Themen und Formen des Originals auf der Stecke blieben“.
Weiter betont er in seiner Ankündigung:

Diese Übersetzung des „Don Quijote“ in einen deutschen Comic erfordert mehr als bloße Adaption. Sie macht aus Toboso, der Heimatstadt der im Roman von Alonso Quijano imaginierten schönen Dulcinea, für die er seine Heldentaten begehen will, den urbrandenburgisch klingenden Ort Tobosow im Landkreis Müritz. Aus Dulcinea selbst macht Flix die Katze des deutschen Alonso, und aus den berühmten Windmühlen, gegen die der Ritter von der traurigen Gestalt im Buch anreitet, wird im Comic eine ästhetische Plage von höchst aktueller Bedeutung: ein Windpark, errichtet von einer Aktiengesellschaft namens „La Mancha“, die übrigens für ihre Bautafeln einen Dienstleister beschäftigt, der auf den schönen Namen Paulo Coelho hört und „Beschriftungen aller Art“ anbietet.

Beginnend mit einem Beschwerdebrief Alonso Quijanos an die F.A.Z., findet sich der Comic unter diesem Link: www.faz.net/-h2p-6u3m2.

Ergänzend sei noch hingewiesen auf ein Interview des Zeichners zum Thema: Flix über sein neues Comic-Projekt: Don Quijote.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Fankultur der „Bierbrauer“: Quilmes Atlético Club

Los Cerveceros de Quilmes – Die Bierbrauer aus Quilmes from FirleFranz on Vimeo.

Sehenswerte Dokumentation über die Fanszene des argentinischen Fußballclubs Quilmes Atlético Club (im spanischsprachigen Original mit deutschen Untertiteln, Dauer: 31 Minuten).

Info zum Film:

Die Stadt Quilmes liegt etwa 20km südlich von Buenos Aires am Rio de la Plata und ist v. a. durch das gleichnamige Bier bekannt. Der Quilmes Atlético Club (QAC) wurde 1887 gegründet und ist somit der älteste Fußballverein in Argentinien. Trotzdem gilt der QAC als Fahrstuhlmannschaft, während unserer Aufnahmen spielte die Mannschaft in der höchsten argentinischen Spielklasse, musste aber letztlich absteigen. Der unbändigen Leidenschaft ihrer Anhängerschaft tat diese sportliche Misere jedoch kaum Abbruch.

Der Hauptsponsor des Clubs ist das gleichnamige legendäre Bier Quilmes, in Argentinien nicht nur für seine guten Werbespots (hier ein Beispiel auf YouTube) bekannt. Wegen ihrer weltberühmten Bierbrauerei nennen sich die Fans aus Quilmes Cerveceros – Bierbrauer.

[via Andreas Herzau auf Facebook]

Neues spanisches Kulturportal: españaescultura.es

españaescultura.es

Heute wurde der Öffentlichkeit in Spanien ein neues Portal vom Kulturministerium vorgestellt: españaescultura.es:

La ministra de Cultura ha presentado hoy en el Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía el portal España es Cultura / Spain is Culture, (www.españaescultura.es), una web que recoge toda la oferta cultura y que permite al usuario, según una nota del ministerio, „confeccionar una ruta de viaje a la carta o adquirir entradas, consultar información sobre alojamientos, transportes, oficinas de turismo o restaurantes próximos al elemento de su interés.

Quelle: El País: Toda la cultura española en tres uves dobles

Zum Portal selbst geht’s hier entlang: españaescultura.es.

Webinar “Where languages collide: How multilingual literacies make social media real”

Webinar 'Where languages collide: How multilingual literacies make social media real' Am kommenden Dienstag, den 14. Juni, um 16 Uhr wird von der Universität Luxembourg ein sehr interessantes Webinar angeboten. In dem online zu verfolgenden Kolloquium geht es um die Sprache im Bereich von Social Media. Unter dem Titel “Where languages collide: How multilingual literacies make social media real” sollen folgende Fragen beantwortet werden, die sich aus diesen Prämissen ergeben:

Media and more specifically social media exist in and through multiple languages – in keyboarding, texting, dubbing, subtitling, translating, gaming and in many other ways of media interaction. Multilingualism is key when participating in (social) media. Media literacy is build from various languages and contexts of language use.

  • How do social media rely on multiple languages ?
  • Is there media literacy without multilingualism ?
  • How do users bridge languages and contents in multiuser contexts ?
  • How does media literacy construct language identities ?

Die geladenen Rednerinnen sind:

Claire Kramsch (Professor of German and Education at UC Berkeley)

Pilar Lacasa (Professor at University of Alcalá)

Die interaktive Debatte wird moderiert von Gudrun Ziegler (Associate Professor at the University of Luxembourg).

Kostenlose Anmeldung unter webinar.luxembourg@gmail.com.

Das Projektteam ist auch mit einem Twitteraccount am Start: @languages_web2. Das ist sehr erfreulich und beinahe eine Selbstverständlichkeit bei dem von der EU finanzierten Forschungsprojekt LANGUAGE LEARNING AND SOCIAL MEDIA. Man befasst sich nicht nur theoretisch mit dem Thema, sondern praktiziert es auch.