
„KI-gestützte Literaturrecherche in der Romanistik – ein Erfahrungsbericht“ weiterlesen
Ramón y Cajal, Dalí, Lorca: Die Neuronen, die den Surrealismus inspirierten
Ab heute läuft in spanischen Kinos die Dokumentation „Ramón y Cajal: dibujos en la retina“ – ein guter Anlass, an eine faszinierende Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst zu erinnern.
Santiago Ramón y Cajal entdeckte 1888 die Neuronen als unabhängige Zellen des Nervensystems. Seine präzisen, kunstvoll gestalteten Zeichnungen dieser „Schmetterlinge der Seele” gingen weit über die Wissenschaft hinaus: Kunsthistoriker Jaime Brihuega nennt Cajal „einen Grundstein des spanischen Surrealismus”. In der von Cajal mitgegründeten Residencia de Estudiantes in Madrid lernten sich Federico García Lorca und Salvador Dalí kennen – und sahen dort die neurologischen Zeichnungen des Nobelpreisträgers. Motivisch schlugen sich diese in Lorcas und Dalís Werken nieder: Wurzelstrukturen, freigelegte Nerven, eine „ästética fisiológica”, wie Lorca es selbst nannte. Auch Luis Buñuels surrealistisches Frühwerk Un perro andaluz trägt Spuren von Cajals Laborarbeit.
Bitter-ironisch: Ramón y Cajal selbst verachtete den Surrealismus als „barbarische Entartung” – und inspirierte ihn doch entscheidend.
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Renoir in Love
Auf Arte ist eine aktuelle Dokumentation über Pierre-Auguste Renoir von Camille Ménager (F 2025) zu sehen: Renoir in Love.
Schon im 19. Jahrhundert, als die industrielle Revolution die Gesellschaft grundlegend veränderte, beobachtete der Maler Pierre-Auguste Renoir mit wachem Blick die Folgen dieses Wandels. Seine größte Sorge galt dabei der Qualität zwischenmenschlicher Beziehungen. Seine Antwort: Bilder voller Wärme – Freundschaft, Zärtlichkeit und erotischer Nähe.
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Zwei Empfehlungen für Serien von Isabel Coixet
Heute möchten wir auf eine spanische und eine französische Serie der spanischen Regisseurin Isabel Coixet hinweisen, die in beiden Fällen neben der Regie auch für das Drehbuch verantwortlich zeichnet:
Quelqu’un devrait interdire les dimanches après-midi
Nachdem wir die wunderbare französische Serie “Quelqu’un devrait interdire les dimanches après-midi“ („Sonntagnachmittagsblues“) bereits letzte Woche in unseren Social-Media-Kanälen auf Bluesky und Mastodon empfohlen hatten:
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Marshall McLuhan und die Künstliche Intelligenz: „Das Medium ist die Botschaft”
Ein Denkanstoß zum Wochenende: Im Blog Red de Humanidades Digitales hat Jaime Ricardo Huesca (Universidad Veracruzana, México) einen interessanten Artikel unter dem Titel ¿La IA es el mensaje? veröffentlicht.
Der Kommunikationssoziologe Marshall McLuhan prägte Mitte der 1960er Jahre mit seinem Werk Understanding Media den Satz „Das Medium ist die Botschaft”. Seine These: Nicht allein die Inhalte, sondern die jeweils dominanten Medien und Technologien formen unser Denken, unsere Wahrnehmung und unsere gesellschaftliche Wirklichkeit. Jede Epoche wird von einem Leitmedium geprägt – vom Fernsehen über das Internet bis hin zu Streaming und Podcast.
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Neuer Wikipedia-Artikel Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland
Es gibt einen neuen Wikipedia-Artikel zum Thema „Öffentliche Comicsammlungen in Deutschland„. Hiermit möchten wir sowohl alle Forschende, die zu Graphic Novels und Comics arbeiten, darüber informieren, als auch alle Bibiotheken und Fachinformationsdienste aufrufen am Ausbau dieses Artikels mitzuwirken, wie wir es im Vorfeld bereits vonseiten des FID Romanistik gemacht haben:
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Erweiterung des E-Book-Pakets von Numérique Premium
Der FID Romanistik bietet im Rahmen der FID-Lizenzen ab sofort Zugang zu knapp 80 weiteren E-Books der Plattform Numérique Premium.
Das Paket enthält aktuelle Forschungsliteratur für die französische Literaturwissenschaft v. a. der Verlage Honoré Champion und Hermann sowie kanadischer Universitätsverlage, darunter auch Nachschlagewerke wie z. B. das Dictionnaire des écrivains francophones classiques, das Dictionnaire du français classique littéraire, das Dictionnaire des revues littéraires au XXe siècle und autorenbezogene Wörterbücher (zu Jacques Audiberti, Samuel Beckett, Marguerite Duras, Jean Genet, Eugène Ionesco, Bernard-Marie Koltès, Marcel Proust, Pierre de Ronsard, George Sand, Jean-Paul Sartre, Claude Simon, Voltaire).
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Die Universitätsbibliothek im KI-Zeitalter – Eine Nutzerperspektive
Lluís Codina, Professor für Dokumentation und Informationssysteme an der Universitat Pompeu Fabra (Barcelona), hat kürzlich eine Präsentation veröffentlicht, die aus der Perspektive eines langjährigen Forschers und Hochschullehrers beleuchtet, wie sich Universitätsbibliotheken durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern – und was gleich bleibt.
Codinas Kernthese: Die grundlegenden Aufgaben wissenschaftlicher Bibliotheken – Informationsversorgung, Forschungsunterstützung, Wissenstransfer und Nutzerschulung – bleiben bestehen, werden aber durch KI tiefgreifend transformiert. Dabei entstehen neue Kompetenzanforderungen: Bibliotheken sollen KI-Systeme evaluieren, ethische Leitlinien entwickeln und ihre Communities in kritischer KI-Nutzung schulen.
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