Die FAIR-Prinzipien als Leitlinien literaturwissenschaftlicher Forschung

Jan Rohden, José Calvo Tello

Gedruckte und digitale literarische Texte als Gegenstand der Literaturwissenschaft

Im Zentrum der Literaturwissenschaft, unter anderem in der Romanistik, steht seit jeher die Untersuchung literarischer Texte. Häufig liegen diese Texte, insbesondere die älteren, ausschließlich in Papierform vor. Veröffentlicht werden sie in der Regel als verlaglich herausgegebene Printmedien, bevor Buchhandel und Bibliotheken sie dann den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern verfügbar machen.

Die daraus resultierende Vertriebsstruktur schuf über viele Jahrzehnte weltweite Rahmenbedingungen für die Verbreitung von Literatur sowohl unter wissenschaftlichen als auch unter allgemeingesellschaftlich interessierten Leserinnen und Lesern. Jene Vertriebsstruktur leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zu der Auffindbarkeit und Zugänglichkeit gedruckter literarischer Texte. Schließlich werden verlaglich publizierte Texte spätestens seit den 1970er-Jahren beispielsweise mit einer einheitlichen und international gültigen Identifikationsnummer (ISBN) versehen, mit deren Hilfe das betreffende Printmedium gezielt identifiziert werden kann. Bibliotheken nehmen die veröffentlichten Texte in ihren Bestand auf, verzeichnen sie gemäß einschlägiger Richtlinien in standardisierter Form in ihren Katalogen und sorgen auf diese Weise dafür, dass auch nicht mehr im Handel erhältliche oder historische Texte für Leserinnen und Leser auffind- sowie nutzbar bleiben.
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Der Verräter (Il traditore) ab April in deutschen Kinos

Hunderte Angehörige der Cosa Nostra in Italien und in den USA konnten mithilfe seiner Zeugenaussage verurteilt werden: Der Film Il traditore erzäht die Geschichte von Tomasso Buscette, dem ersten Mafiainformanten im Sizilien der 80er Jahre.

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Der Träumer wird 100: Federico Fellini 1920 – 2020.

Logo Fellini 100Heute, am 20. Januar 2020, jährt sich der Geburtstag eines der größten und bekanntesten Kinoautoren Italiens zum 100. Mal. Ihm zu Ehren werden Ausstellungen, Filmvorführungen, Konzerte und Tagungen organisiert, die auf sein Werden und Schaffen blicken. „Der Träumer wird 100: Federico Fellini 1920 – 2020.“ weiterlesen

Monika Antes: Giovanni Boccaccio und die Frauen

Mit diesem Zitat Boccaccios leitet Monika Antes ihre hier im Open Access veröffentlichte Monographie «Giovanni Boccaccio und die Frauen» ein:

Vielleicht werden unter euch einige sein, die sagen
werden, ich hätte beim Niederschreiben dieser
Geschichten zu viel Freiheit geübt, indem ich etliche
Male die Frauen hätte Dinge sagen und hören lassen, die
zu sagen oder zu hören für ehrbare Frauen nicht sehr
schicklich seien.
Das leugne ich aber, weil es nichts so Unehrbares gibt,
dass es für irgend jemand unanständig wäre, wenn man
es mit ehrbaren Worten sagt.1

«Allegorie der Liebe», Agnolo Bronzino

«Allegorie der Liebe», Agnolo Bronzino, vor 1550, Quelle: Wikipedia

Der Fokus des Buches liegt auf der Darstellung der Frau in drei Werken Boccaccios:

Die Elegie der Madonna Fiametta, das Decamerone und Der Corbaccio. Dabei wird deutlich, dass sich sein Frauenbild im Laufe seines Lebens sehr gewandelt hat.

Download des Manuskriptes von Monika Antes:
Giovanni Boccaccio und die Frauen
im Format PDF (141 S., 1,09 mb)

  1. Boccaccio: Das Dekameron. Mit 110 Holzschnitten der italienischen Ausgabe von 1492. Deutsch von Albert Wesselski, Insel Verlag Frankfurt am Main und Leipzig 1909 (insel taschenbuch 2577, erste Auflage 1999) S. 941 – 942. []

Monika Antes – Italiens berühmteste Hochstapler: Giacomo Casanova und Alessandro Graf von Cagliostro

Das 18. Jahrhundert wird historisch mit der Aufklärung, der zunehmenden Bedeutung der Naturwissenschaften und mit der Französischen Revolution verbunden. Doch es gibt auch eine ganz andere Seite dieses Jahrhunderts: eine Welt der Magie, der Alchemie und des Aberglaubens.

Am Beispiel von Giacomo Casanova (1725-1798, Abb. links) und Alessandro Graf von Cagliostro (1743-1795, Abb. rechts) stellt Monika Antes in dem hier veröffentlichten Manuskript deren Leben und Werk vor und zeigt, wie beide sich bis in die höchsten gesellschaftlichen Kreise in Italien, Frankreich, Deutschland, England, Polen und Russland hocharbeiteten und durch ihre Erzählungen und Taten die Menschen in ihren Bann schlugen und dadurch zu viel Geld und hohem Ansehen kamen.
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Pinocchio: Ein neuer Realfilm und eine düstere stop motion-Version (2019, 2021)

Für das Ende des Jahres ist eine Neuverfilmung des Kinderbuchklassikers als Realfilm angekündigt; für 2021 eine düstere stop motion-Variante. Im Realfilm spielt wieder Roberto Benigni als Gepetto, wie bereits in der Pinocchio-Verfilmung von 2002, bei welcher er auch Regie führte.

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Erweiterung der FID-Lizenzen für italienische Zeitschriften

Wortwolke aus den Titeln der italienischen Zeitschriften bei Torrossa Auch in der zweiten Förderphase (2019-2021) bietet der FID Romanistik registrierten Nutzerinnen und Nutzern Zugriff auf eine Reihe italienischer Zeitschriften der Plattform Torrossa. Dabei wird das bisherige Angebot noch einmal deutlich erweitert und umfasst derzeit 36 Titel. Neu hinzugekommen sind bisher:

      • Ariel (nuova serie) : semestrale di drammaturgia dell’istituto di studi pirandelliani e sul teatro contemporaneo
      • Atti e memorie dell’Arcadia
      • Critica letteraria
      • La rassegna della letteratura italiana
      • Lingua italiana d’oggi : Lid’O
      • Lingua nostra
      • Poli-Femo : nuova serie di Lingua e Letteratura
      • StEFI : studi di erudizione e di filologia italiana
      • Studi (e testi) italiani : semestrale del Dipartimento di Italianistica e Spettacolo
      • Studi danteschi
      • Studi di lessicografia italiana
      • Studi di letteratura francese

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Horizonte — Neue Serie • Nuova Serie

Mit «Horizonte — Neue Serie • Nuova Serie» möchten wir Ihnen eine romanistische Zeitschrift zur italienischen Literatur und Kultur vorstellen, die im Open Access veröffentlicht wird. Die Mitherausgeberin Birgit Ulmer war eine der TeilnehmerInnen auf dem von der Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg für den FID Romanistik organisierten Workshop «Open Access-Publizieren in der Romanistik – Standortbestimmung und Perspektiven» (TeilnehmerInnen / Bericht).

Die HerausgeberInnen (Birgit Ulmer, Ursula Reuter-Mayring, Sabrina Maag und Georg Maag) beschreiben die Zeitschrift in ihrem Exposé wie folgt:
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