KI-gestützte Literaturrecherche in der Romanistik – ein Erfahrungsbericht

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Quelle: incitefulmed.com

Das Angebot wissenschaftlicher Suchwerkzeuge wurde in den letzten Jahren um eine neue Kategorie erweitert: Neben die Online-Kataloge der Bibliotheken, bibliographische Datenbanken und Fachportale wie das Suchportal des FID Romanistik sind zahlreiche Anbieter KI-gestützter Recherchetools getreten. Wissenschaftliche Recherchen erfordern dadurch nicht weniger Kompetenzen, aber zum Teil andere. Welche dazu derzeit zählen, zeichnet der vorliegende Erfahrungsbericht nach. Er basiert auf der wiederholten Beschäftigung der Autorin mit KI-gestützten Recherchetools und ihrer zweifachen Perspektive auf die Thematik sowohl als Romanistin als auch als wissenschaftliche Bibliothekarin. Wie es in einem sich dynamisch entwickelnden Feld nicht anders sein kann, handelt es sich dabei um eine Momentaufnahme der bisher gewonnenen Eindrücke. Zukünftige Veränderungen der genutzten Suchwerkzeuge sind nicht nur wahrscheinlich, sondern auch wünschenswert. Die Besonderheiten von KI-gestützten Tools für die Literaturrecherche und damit einhergehende Nutzungsanforderungen werden im Folgenden gemäß der typischen drei Phasen einer Recherche von der Auswahl des Rechercheinstruments über die Formulierung der Suchanfrage bis zur Bewertung der Ergebnisse dargestellt.
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Marshall McLuhan und die Künstliche Intelligenz: „Das Medium ist die Botschaft”

Red de Humanidades Digitales: ¿La IA es el mensaje? Ein Denkanstoß zum Wochenende: Im Blog Red de Humanidades Digitales hat Jaime Ricardo Huesca (Universidad Veracruzana, México) einen interessanten Artikel unter dem Titel ¿La IA es el mensaje? veröffentlicht.

Der Kommunikationssoziologe Marshall McLuhan prägte Mitte der 1960er Jahre mit seinem Werk Understanding Media den Satz „Das Medium ist die Botschaft”. Seine These: Nicht allein die Inhalte, sondern die jeweils dominanten Medien und Technologien formen unser Denken, unsere Wahrnehmung und unsere gesellschaftliche Wirklichkeit. Jede Epoche wird von einem Leitmedium geprägt – vom Fernsehen über das Internet bis hin zu Streaming und Podcast.
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Die Universitätsbibliothek im KI-Zeitalter – Eine Nutzerperspektive

Lluís Codina, Professor für Dokumentation und Informationssysteme an der Universitat Pompeu Fabra (Barcelona), hat kürzlich eine Präsentation veröffentlicht, die aus der Perspektive eines langjährigen Forschers und Hochschullehrers beleuchtet, wie sich Universitätsbibliotheken durch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verändern – und was gleich bleibt.

Codinas Kernthese: Die grundlegenden Aufgaben wissenschaftlicher Bibliotheken – Informationsversorgung, Forschungsunterstützung, Wissenstransfer und Nutzerschulung – bleiben bestehen, werden aber durch KI tiefgreifend transformiert. Dabei entstehen neue Kompetenzanforderungen: Bibliotheken sollen KI-Systeme evaluieren, ethische Leitlinien entwickeln und ihre Communities in kritischer KI-Nutzung schulen.
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Tool-Tipp zur wissenschaftlichen Recherche mit KI: Undermind

Im FID Romanistik beschäftigen wir uns seit Längerem eingehend mit dem Thema KI. Auch im Hinblick darauf, wie und ob Generative Künstliche Intelligenz die wissenschaftliche Recherche unterstützen kann. Vorweg sei gesagt, dass dieses Thema immer kritisch betrachtet werden muss, jedoch ohne die Chancen zu ignorieren, die in der KI als Werkzeug der Literaturrecherche liegen. Zur Dokumentation der kritischen Distanz haben wir auch auf unserer Rechercheseite „KI-Tools für Literaturrecherche und wissenschaftliches Arbeiten“ folgenden Hinweis gegeben:

Die Tools haben jeweils unterschiedliche Möglichkeiten und Grenzen, nicht zuletzt für fachspezifische Themen der Romanistik.

Der Einsatz dieser Werkzeuge berührt in vielen Fällen auch Fragen des Datenschutzes, des Urheberrechts und der guten wissenschaftlichen Praxis.

Heute möchten wir die KI-gestützte wissenschafliche Suchmaschine Undermind vorstellen. Wie der weiter unten verlinkte spanische Informationsexperte Lluis Codina ausführt, funktioniert Undermind wie folgt (hier in deutscher Übersetzuung zitiert):
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Drei Empfehlungen zu Transkribus

Wie Sie wissen, teilen wir aktuelle Informationen und Nachrichten von romanistischer Relevanz auf unseren Social-Media-Kanälen. Wer aktuell auf dem Laufenden bleiben möchte, kann uns auf Bluesky oder Mastodon folgen und sich dort mit uns vernetzen. Wir freuen uns auf den Austausch.

Da die Sozialen Medien ein Live-Medium sind und vieles dort im Strom der fortlaufenden Informationen unterzugehen droht, lohnt es sich, Wichtiges auch im Blog zusammenzufassen. Dies tun wir heute mit drei unter der Woche auf Social Media geteilten Hinweisen zu Transkribus.
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KI und Large Language Models: neue Impulse für die Hochschullehre in der Romanistik

Workshop der AG Digitale Romanistik am 4.4. mit Beteiligung des FID

Das Thema Künstliche Intelligenz (KI) beschäftigt auch die Romanistik. Deshalb möchten wir Sie auf einen interessanten Workshop der AG Digitale Romanistik hinweisen, der sich an Lehrende, Forschende und Studierende der Romanistik richtet, sowie an alle Interessierten, die sich mit den Potentialen von KI in der geisteswissenschaftlichen Lehre auseinandersetzen möchten:

KI und Large Language Models: neue Impulse für die Hochschullehre in der Romanistik.
Workshop der AG Digitale Romanistik in Kooperation mit Text+,
am Freitag, den 4. April 2025, 13 – 15:30 Uhr via Zoom.

Update 7.4.2025: Die Folien des Workshops sind nachträglich veröffentlicht worden. (Ende Update)
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Large Language Models (LLMs), Knowledge Graphs und Suchmaschinen bei der Beantwortung von Nutzeranfragen

Heute stellen wir Ihnen den in diesem Monat erschienenen Artikel „Large Language Models, Knowledge Graphs and Search Engines: A Crossroads for Answering Users‘ Questions“ von Aidan Hogan, Xin Luna Dong, Denny Vrandečić und Gerhard Weikum vor.

Der Artikel analysiert das Zusammenspiel von Large Language Models (LLMs), Knowledge Graphs und Suchmaschinen bei der Beantwortung von Nutzeranfragen. Die Autor:innen zeigen, dass die drei Technologien komplementäre Stärken haben: LLMs überzeugen durch Textgenerierung und Synthesefähigkeit, Knowledge Graphs durch präzise strukturierte Informationen und Suchmaschinen durch aktuelle, breite Abdeckung.

Für Romanist:innen ergeben sich interessante Perspektiven:
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Tools und Materialien zu KI im Bildungsbereich

Screenshot der Website ‘KI in der Bildung’ Wer sich für künstliche Intelligenz (KI) im Bildungsbereich interessiert, dem sei die Website des spanischen Bildungsexperten Ramón Besonías (@ramon_besonias) empfohlen. Dort teilt er seine gut kuratierte Sammlung von Ressourcen, Materialien, Dokumentationen, Werkzeugen etc. zu KI in der Bildung: https://sites.google.com/view/ia-educativa/inicio

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