KI in der literarischen Übersetzung: Frankreichs Übersetzer:innen fordern Transparenz

IA et traduction littéraire: les traductrices et traducteurs exigent la transparence Während sich die Debatte um künstliche Intelligenz und Literatur meist um das Schreiben selbst dreht, entfaltet sich in Frankreich ein ebenso scharfer Konflikt an einer anderen Stelle der Buchproduktion: der literarischen Übersetzung. Zwei Berufsverbände, ein EU-Gesetzgebungsprozess und eine französische Senatsinitiative zeigen, wie konkret diese Auseinandersetzung inzwischen geworden ist – und werfen Fragen auf, die die Übersetzungswissenschaft direkt betreffen.

Der Alarm der Übersetzerverbände

Bereits 2023 veröffentlichten die beiden großen französischen Verbände für literarische Übersetzung, ATLF (Association des traducteurs littéraires de France) und ATLAS (Association pour la promotion de la traduction littéraire), eine gemeinsame Erklärung mit dem Titel „IA et traduction littéraire: les traductrices et traducteurs exigent la transparence“. Ihre Position ist unmissverständlich: Übersetzung soll als intellektuelle, notwendige, nützliche und tief menschliche Tätigkeit verteidigt werden – ein Handwerk des Geistes, das von den Entwicklern der Software unabhängig bleiben muss, deren Namen „intelligent“ eine Untertreibung sei. Sie verlangen, dass vorübersetzte Texte als solche gekennzeichnet werden und vollständige Transparenz über bereits gängige Praktiken im Verlagswesen herrscht, und fordern zudem, dass öffentliche Förderungen ausschließlich menschlichen Schöpfungen vorbehalten bleiben und KI-generierte Kulturprodukte verpflichtend gekennzeichnet werden müssen.
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Bibliotheksbestände der Cervantes-Institute im Discovery aktualisiert

Screenshot Bestände der Bibliotheken der Cervantes-Institute im FID Discovery

Wie die langjährigen Nutzer:innen des Discoverys des FID Romanistik wissen, weisen wir die Bestände der Bibliotheken der deutschen Cervantes Institute auch im Suchsystem des FID nach. Schließlich können diese auch interessant für die romanistische Forschung sein. Kürzlich haben wir die Bestandsdaten wieder aktualisiert, sodass Ihnen bei Ihren Recherchen immer auch die Medien aus den Cervantes-Bibliotheken angezeigt werden. Im Discovery können sie immer über die Facette „Cervantes-Institute“ angezeigt werden, oder direkt über diesen Link:
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Foto-Essay von Roberto Palomo zur Geschichte seines verschwundenen Urgroßvaters

Schädelfund aus einem ausgegrabenen Grab, Fotograf: Roberto Palomo „Sie haben alles genommen” – Eine Familie sucht 90 Jahre lang nach ihrem Verschwundenen: The Guardian picture essay – Family’s 90-year search for answers after father vanished in Francoist uprising

Ein bewegender Foto-Essay im Guardian (1. Juni 2026) erzählt die Geschichte von Silvestre Indias Carvajal, einem Gemeindesekretär aus dem kleinen Ort Feria in der Extremadura. Als Franco am 18. Juli 1936 seinen Putsch gegen die Republik begann, gehörte es zu Silvestres Aufgaben, inhaftierte Franco-Anhänger zu bewachen. Als die frankistischen Truppen Feria einnahmen, musste er fliehen – und wurde wenig später gefangengenommen. Er war 39 Jahre alt. Was danach mit ihm geschah, blieb seiner Familie jahrzehntelang verborgen.
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Das vielseitige Menü der regionalen FID – Die BiblioCon-Folien des FID Romanistik

Folie des FID Romanistik Letzte Woche fand in Berlin der diesjährige Bibliothekskongress, die BiblioCon 2026, statt. In der Session „Smørrebrød, Salsa und Sushi: Das vielseitige Menü der regionalen Fachinformationsdienste“ hat auch der FID Romanistik das Thema behandelt. Zehn FIDs haben herausgearbeitet, welche Ressourcen sie aus ihren jeweiligen fachlichen Regionen zum Thema Esskultur und Gastronomie für die Wissenschaft bereithalten und wie man diese in den FIDs finden kann. Die Folien der gesamten Session sind mittlerweile online, der FID Romanistik behandelt das Thema auf den Folien 41-44.
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Papiere statt Abschiebung: Spaniens pragmatischer Weg in der Migrationspolitik

Blätter für deutsche und internationale Politik In den Blättern für deutsche und internationale Politik analysiert die Journalistin Julia Macher Spaniens aktuellen migrationspolitischen Sonderweg: Ein Dekret der Linkskoalition aus PSOE und Sumar ermöglicht zwischen 500.000 und 800.000 irregulär im Land lebenden Menschen die Legalisierung ihres Aufenthaltsstatus – eine Maßnahme, die von der Katholischen Kirche über Gewerkschaften bis zu landwirtschaftlichen Arbeitgeberverbänden breit begrüßt wurde.
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Rosalias Himmel und Hölle in Berlin

Rosalia ist wirklich ein Phänomen. Über ihre Bedeutung für die spanische Literaturwissenschaft haben wir bereits vor sieben Jahren im Artikel „El mal querer von Rosalía – Ein Pop-Album mit literaturwissenschaftlicher Relevanz“ berichtet. Einen guten Eindruck, wie bombastisch Konzertauftritte von Rosalia inszeniert werden, gibt das Video „ROSALÍA – Berghain (Live at The BRIT Awards 2026) ft. Björk“:
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Call for Papers: „Intelectuales, poder y género en Centroamérica“ (RedISCA, Hamburg, 9.–11. Dezember 2026)

Die Red Europea de Investigaciones sobre Centroamérica (RedISCA) lädt zum XVI. Coloquio-Taller ein, der vom 9. bis 11. Dezember 2026 an der Universität Hamburg stattfindet. Das Thema lautet „Intelectuales, poder y género en Centroamérica“ und richtet den Blick auf intellektuelle Subjektivitäten in Zentralamerika jenseits männlich dominierter Eliten – unter besonderer Berücksichtigung von Gender, Intersektionalität und politischem Positionierungen im öffentlichen Raum.
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Neuverfilmte Intersexualität: „Mi querida señorita“

Filmplakat 'Mi querida señorita' (2026) Wohl wissend, dass nicht alle durchgehend die Social-Media-Kanäle des FID Romanistik1Der FID berichtet täglich auf Bluesky und Mastodon und mehrmals die Woche auf Facebook über Aktuelles aus der Romania. (Folgen Sie uns gerne auf einem dieser Kanäle, wenn Sie ihn in der eigenen Wissenschaftskommunikation nutzen.) verfolgen können, greifen wir manchmal eine dort vorgestellte Information wieder hier auf, um im Romanistik-Blog etwas ausführlicher darüber berichten zu können. In dieser Woche geht es um jenes Posting zur aktuellen Neuverfilmung des spanischen Filmklassikers „Mi querida señorita“:
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    Der FID berichtet täglich auf Bluesky und Mastodon und mehrmals die Woche auf Facebook über Aktuelles aus der Romania. (Folgen Sie uns gerne auf einem dieser Kanäle, wenn Sie ihn in der eigenen Wissenschaftskommunikation nutzen.)