Angesichts der Digitalisierung aller Lebensbereiche wird viel über die Zukunft eines Mediums nachgedacht, das die Kulturgeschichte fest begleitet: das Buch. Entgegen der kursierenden Diagnose vom „death of books“ legt Janneke Adema in Living Books einen optimistischen Blick an und beschreibt Möglichkeiten eines Mediums, die sich vor allem an der digitalen Welt ablesen lassen:
In this book, Janneke Adema proposes that we reimagine the scholarly book as a living and collaborative project—not as linear, bound, and fixed, but as fluid, remixed, and liquid, a space for experimentation. She presents a series of cutting-edge experiments in arts and humanities book publishing, showcasing the radical new forms that book-based scholarly work might take in the digital age. Adema’s proposed alternative futures for the scholarly book go beyond such print-based assumptions as fixity, stability, the single author, originality, and copyright, reaching instead for a dynamic and emergent materiality. (MIT Press)
Die Frankfurter Buchmesse ist die größte Buchmesse der Welt und als solche erregt sie auch regelmäßig Aufmerksamkeit in anderen Ländern. 2022 ist Spanien das Gastland in Frankfurt, deshalb richten die Goethe-Institute in Spanien bereits jetzt den Blick auf den spanisch-deutschen Buchmarkt und das literarische Feld des Austausches. So entstand ein Podcast-Projekt über spanische und deutsche Literatur, das von zwei äußerst prominenten Podcasterinnen moderiert wird:
Der Nachlass der Autorin Carmen Laforet befindet sich seit kurzem in der Caja de las Letras des Instituto Cervantes. Bei einem Festakt würdigten sie Luis García Montero (Präsident des Instituto Cervantes), M.ª José Gálvez (Vertreterin des Kulturministeriums) und Elvira Lindo (Autorin) als eine zentrale Figur der spanischen Nachkriegsliteratur. Der Festakt kann hier nachgesehen werden:
Di, 9. November 2021, 19 Uhr; Do, 27. Januar 2022, 19 Uhr; Do, 24. Februar 2022, 19 Uhr
Zwischen Dialog und Konflikt, Feder und Schwert: Al-Andalus, eine instrumentalisierte Vergangenheit
Christen in al-Ándalus – Zusammenleben oder Apartheid? – Javier Albarrán Iruela
Di., 9. November 2021, 19 Uhr
Die arabisch-islamische Expansion bedeutete die Schaffung neuer politisch-sozialer Einheiten, in denen in den ersten Jahrhunderten eine muslimische Minderheit über eine nicht-islamische Mehrheitsbevölkerung herrschte. In diesem Zusammenhang wurden die Christen von al-Andalus – traditionell als „Mozaraber“ bezeichnet. Aus antagonistischen Positionen heraus wurden sie als voll integrierte Mitglieder der andalusischen Gesellschaft, als Verräter ihres Glaubens und Unterstützer der Behörden Cordobas, oder als Helden , die das wahre Wesen des spanischen katholischen Charakters bewahrten, beschrieben.
In diesem Vortrag werden wir uns der politischen, sozialen und kulturellen Realität dieser Gemeinschaft anhand mittelalterlicher Quellen nähern und versuchen, die verschiedenen Wahrnehmungen, die sich im Laufe der Geschichte um sie gebildet haben, zu entschlüsseln.
Dr. Javier Albarrán Iruela (RomanIslam Hamburg 2021)
Javier Albarrán Iruela promovierte im Jahr 2020 in Hispanistik an der Autononem Universität Madrid, wo er Honorarprofessor für mittelalterliche Geschichte ist. Sein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Forschung zur mittelalterlichen Geschichte des islamischen Westens. In den Jahren 2020/2021 war er Junior Fellow am DFG-Forschungszentrum RomanIslam (Universität Hamburg). Seine Forschungsschwerpunkte sind die interreligiösen Beziehungen in al-Andalus, die Erinnerung an die Anfangszeiten des Islams, die Geschichte des Dschihad und die Schaffung von heiligen Orten im mittelalterlichen islamischen Westen. Er hat zahlreiche Buchkapitel und Artikel in Fachzeitschriften sowie folgende Bücher veröffentlicht: La cruz en la media luna. Los cristianos en al-Andalus: realidades y percepciones (siglos VIII-XIII) (2013), Veneración y polémica. Muhammad en la obra del Qadi ‚Iyad (2015), El Sueño de al-Quds: los musulmanes frente a la conquista cruzada de Jerusalén (2017), y Ejércitos Benditos. Yihad y Memoria en al-Andalus (siglos X–XIII) (2020). Zudem beteiligt er sich an der Herausgabe der Zeitschrift zur Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse Al-Andalus y la Historia. „Kulturprogramm des Instituto Cervantes Hamburg im November 2021“ weiterlesen
Diese Woche steht im Zeichen der freien Verfügbarkeit wissenschaftlicher Publikationen, und das weltweit: Die internationale Open Access Week bietet seit 2015 in vielen Einrichtungen (und online) eine große Zahl an Veranstaltungen rund um das Thema. Zu diesem Anlass weisen wir noch einmal auf ein zielgruppenspezifisches Angebot für die Romanistik hin, die sich gerade nicht nur auf einen einzelnen Ort oder ein einzelnes Land bezieht: unsere juristischen Informationen zu grundlegenden Fragen des Open-Access-Publizierens und zu einer Reihe von Fallbeispielen aus dem romanistischen Publikationsalltag.
(FAIRe) Forschungsdaten, Open Access und neue Formen der Kommunikation in der Romanistik – Beiträge des FID zur Gestaltung des digitalen Wandels.
Diese Woche fand der von der Universität Augsburg organisierte XXXVII. Romanistentag in virtueller Form statt. In der Sektion „Digital, global, transdisziplinär: Impulse für eine transdisziplinäre Digitale Romanistik“ (Sektionsprogramm) war auch der FID Romanistik vertreten. Im Rahmen der Frage, welche Angebote Infrastrukturanbieter für die Fachwissenschaft bereit halten, haben mein Kollege Johannes von Vacano und ich folgenden Vortrag gehalten: „FID-Vortrag auf dem Romanistentag 2021“ weiterlesen