Kommende Veranstaltungen des Instituto Cervantes Hamburg:

In diesem Artikel geben wir Ihnen einen Überblick über in Kürze stattfindende Veranstaltungen im Instituto Cervantes Hamburg:

Vernissage: Jorge Lázaro Pérez (Papucho)

Das Instituto Cervantes Hamburg eröffnet am 8. März 2012 die zweite Ausstellung des Jahres.

„Papucho“ Jorge Lázaro Pérez Fraga (Havanna, 1972) arbeitete als Assistent für Joel Ferrer, einen der bekanntesten kubanischen Landschaftsmaler, und erlernte so seine Technik. In Zusammenarbeit mit anderen kubanischen Künstlern restaurierte er den ehemaligen Social Club de Buena Vista, Schauplatz des Dokumentarfilms „La segunda mirada: Social Club Buena Vista“ des Regisseurs Carsten Möller. Seit mehr als sieben Jahren lebt und malt Papucho in Bremen. Für seine Öl- und Acrylbilder verwendet er Farben, die er aus seiner Heimat Kuba kennt. Der kubanische Künstler liebt die kräftigen Farben und die Bewegung.

Einführung: Jorge Lázaro Pérez (Papucho)

Ausstellung: 08.03 – 04.05.2012
Mo – Do 9.00 – 19.00 Uhr, Fr 9.00 – 15.00 Uhr

Eintritt frei
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Club de Jazz El Perseguidor: Latónica Sur

Club de Jazz El Perseguidor: Latónica Sur Das Instituto Cervantes öffnet seine Türen für den ersten Jazzclub des neuen Jahres. Das deutsch-lateinamerikanische Sextett Latónica Sur um den chilenischen Saxophonisten und Komponisten Víctor Millones Guerra verbindet die Harmoniestruktur und Komplexität der Jazzmusik mit der Leichtigkeit der südamerikanischen Melodik. Das Ergebnis ist eine melodiöse, songorientierte Musik mit anspruchsvollen Arrangements, Freiraum für jazzgeprägtes Solospiel und virtuosen Violin- und Saxophon-Passagen. Das Fundament bildet die energiegeladene und vielfältige Rhythmik Lateinamerikas.

Ort:
Instituto Cervantes Hamburg
Chilehaus, Eingang B
Fischertwiete 1
20095 Hamburg

Datum und Zeit: 25.01.2012 um 20 Uhr
Eintritt: 8 Euro (nur Abendkasse)

Nähere Infos unter: hamburgo.cervantes.es/de/
040 530 205 290 oder cultx1ham@cervantes.es

24 Stunden Mexiko Stadt

Die Mexikanische Tourismusbehörde hat mit diesem Film auf der Expo 2010 in Shanghai geworben. Filmemacher Luis Mandoki (u.a. bekannt durch «Voces Inocentes» und «Fraude: México 2006») und Mariana Rodriguez führten Regie. Das Ergebnis zeigt 24 Stunden aus dem Leben einer der großen Megacities der Welt. Wunderbar anzusehen und durchaus legitim, einmal die negativen Nachrichten auszublenden, die ansonsten in den Köpfen der Menschen sind, wenn sie an Mexiko denken.

[via @EmbaMexAle]

Zum Abschied von Sócrates

Der spanische Sportjournalist Martín Perarnau hat einen bewegenden Nachruf auf den gestern verstorbenen brasilianischen Fußballspieler Sócrates geschrieben:

Sócrates fue un milagro para el fútbol. Ahora se le recuerda por los penalties que lanzaba de tacón, por el tanto de pícaro ante Italia, por sus quiebros dulces, por los goles insólitos. Yo le recuerdo por Soteras y porque el fútbol nunca más fue lo mismo después de aquel día en Sarriá. Vi a Sócrates; vi la paz con balón.

Lesen Sie hier den ganzen Text: «El fútbol presocrático».

[via Libro de Notas]

Auf Spiegel Online verabschiedet man Sócrates mit den Worten: Doktor Demokratie geht vom Platz:

In Brasilien herrscht Trauer, Fußball-Idol Sócrates ist tot. Der WM-Kapitän von 1982 hatte nicht nur auf dem Platz für Schlagzeilen gesorgt: Sócrates war für sein politisches Engagement bekannt, aber auch für seinen Hang zum Alkohol. Letzterer kostete ihn wohl das Leben.

22. Lateinamerika Filmtage in Hamburg

Im Dezember finden in Hamburg traditionell die Lateinamerika Filmtage statt. Das ist auch in diesem Jahr wieder so, und zwar in der 22. Ausgabe der Werkschau. Vom 1. bis 14. Dezember zeigt das 3001 Kino zehn Dokumentar- und Spielfilme aus Bolivien, Kuba, Mexiko, Argentinien, Uruguay und Kolumbien.

Zur Eröffnung wird der Film „Herz des Himmels, Herz der Erde“ in Anwesenheit der beiden Regisseure Frauke Sandig und Eric Black:

Was verbirgt sich hinter dem Mythos des Mayakalenders? Sechs junge Maya aus Chiapas und Guatemala lassen teilhaben an ihrem Leben, ihrer Kosmovision und ihrem Widerstand gegen die Ausbeutung der Erde. Am viel beschworenen Ende des Maya-Kalenders 2012, so begreifen sie, steht die Möglichkeit eines Neuanfangs: „Die Zeit ist wie ein Kreis“. Es ist eine Dokumentation über die Auswirkungen der Globalisierung anhand des Schicksals der Mayas.

Sehen Sie hier den Trailer des Films, der am gleichen Tag seine Deutschland-Premiere (Info) feiert:

Das gesamte Programm der durchweg (!) empfehlenswerten Filme finden Sie in deutscher und spanischer Sprache in der Übersicht auf den Seiten des 3001 Kinos, auch zum Herunterladen als 2-seitiges PDF.

Spanisch- und portugiesischsprachiges Kino beim Filmfest Hamburg

Vitrina Filmfest Hamburg Auf dem Filmfest Hamburg (30.9. – 8.10.2011) bietet sich in diesem Jahr die sehr gute Chance, einen Einblick in verschiedene spanisch- und portugiesisch-sprachige Dokumentar- und Spielfilme aus Lateinamerika und Spanien zu bekommen. Die in der Sektion Vitrina zusammengefassten 13 Filme werden jeweils in der Originalversion mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt.

Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen den argentinischen Film Las Acacias (Filminfo & Termine beim Filmfest Hamburg) von Pablo Giorgelli, der in Cannes mit der Camera d’Or als bestes Regiedebut ausgezeichnet wurde und der gerade am vergangenen Wochenende in San Sebastían mit dem Preis Premio Horizontes Latinos als bester lateinamerikanischer Film prämiert wurde, wo ich die Chance hatte den Film zu sehen und den Regisseur im Kolloquium zu erleben. Der eigentliche „Star“ des Films ist ein fünf Monate altes Baby, das laut Aussage des Regisseurs den Rhythmus der Dreharbeiten vollkommen bestimmte. Die Blicke, die das kleine Mädchen mit den ausdrucksstarken Augen den Mitakteuren und dem Publikum schenkt, sind äußerst sehenswert. Der Film als solcher aber auch. Wortkarge Bildgewalt im argentinischen Roadmovie. Hier einen kurzer Trailer von Las Acacias:

Tödlicher Journalismus: Studie zur Pressefreiheit in Mexiko

Journalismus und Pressefreiheit in Mexiko Anmerkung der Redaktion: In diesem Gastartikel stellt Laura Schneider (Uni Hamburg) ihr kürzlich publiziertes Buch: „Journalismus und Pressefreiheit in Mexiko“, (LIT-Verlag, ISBN: 978-3-643-11350-4) vor:

Für Journalisten ist Mexiko eines der gefährlichsten Länder der Welt. Ich habe mit mexikanischen Reportern über deren lebensbedrohliche Arbeitsbedingungen gesprochen und die aktuellen Probleme der Pressefreiheit in Mexiko umfassend untersucht. Die Ergebnisse meiner Studie „Journalismus und Pressefreiheit in Mexiko“ hat der LIT-Verlag kürzlich als Buch publiziert. Sie ist die bislang erste wissenschaftliche Untersuchung, die sich systematisch und detailliert mit dem Thema befasst und den Betroffenen eine Stimme gibt. Ich habe zwölf mexikanische Reporter aus verschiedenen Bundesstaaten, Medien und Ressorts mit unterschiedlichem Gefährdungsgrad interviewt. Deren verschiedene Antworten sind sehr spannend und zeigen, wie sehr eine mehr oder weniger ausgeprägte Gefahrensituation Auswirkungen auf die journalistischen Arbeitsweisen einerseits und auf die subjektive Einschätzung der Journalisten andererseits hat.

In dem Buch habe ich außerdem versucht, einen Überblick über verschiedene Konzepte von Pressefreiheit, ihre spezifischen Muster in Lateinamerika sowie über das mexikanische Mediensystem allgemein zu geben. Die Studie richtet sich nicht nur an Kommunikationswissenschaftler und Lateinamerika-Experten. Sie spricht auch ein breiteres Publikum an, das sich für die Arbeit von Reportern in Extremsituationen interessiert. Ich habe Journalistik und Lateinamerikastudien in Hamburg und Guadalajara, Mexiko studiert. In Deutschland und Mexiko habe ich ebenfalls als Radio- und Printjournalistin gearbeitet und bin auf diese Weise für dieses aktuelle Thema sensibilisiert worden. Derzeit bin ich Doktorandin der Universität Hamburg (zu der Frage, wie man Pressefreiheit am besten messen kann), Freie Journalistin und Stipendiatin der Rudolf-Augstein-Stiftung.

Da mir das Thema der Studie sehr am Herzen liegt, freue ich mich, wenn diese auf Interesse stößt. Hier ist der Link zum Buch:
http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-11350-4