Die FAIR-Prinzipien als Leitlinien literaturwissenschaftlicher Forschung

Jan Rohden, José Calvo Tello

Gedruckte und digitale literarische Texte als Gegenstand der Literaturwissenschaft

Im Zentrum der Literaturwissenschaft, unter anderem in der Romanistik, steht seit jeher die Untersuchung literarischer Texte. Häufig liegen diese Texte, insbesondere die älteren, ausschließlich in Papierform vor. Veröffentlicht werden sie in der Regel als verlaglich herausgegebene Printmedien, bevor Buchhandel und Bibliotheken sie dann den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern verfügbar machen.

Die daraus resultierende Vertriebsstruktur schuf über viele Jahrzehnte weltweite Rahmenbedingungen für die Verbreitung von Literatur sowohl unter wissenschaftlichen als auch unter allgemeingesellschaftlich interessierten Leserinnen und Lesern. Jene Vertriebsstruktur leistet darüber hinaus auch einen Beitrag zu der Auffindbarkeit und Zugänglichkeit gedruckter literarischer Texte. Schließlich werden verlaglich publizierte Texte spätestens seit den 1970er-Jahren beispielsweise mit einer einheitlichen und international gültigen Identifikationsnummer (ISBN) versehen, mit deren Hilfe das betreffende Printmedium gezielt identifiziert werden kann. Bibliotheken nehmen die veröffentlichten Texte in ihren Bestand auf, verzeichnen sie gemäß einschlägiger Richtlinien in standardisierter Form in ihren Katalogen und sorgen auf diese Weise dafür, dass auch nicht mehr im Handel erhältliche oder historische Texte für Leserinnen und Leser auffind- sowie nutzbar bleiben.
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NFDI/Text+: Aufruf zur Meldung von Erfahrungen, Bedarfen und Ressourcen bis zum 16. August

Was wünschen sich Romanistinnen und Romanisten von einem Infrastrukturangebot speziell für Editionen, digitale Sammlungen und lexikalische Ressourcen? Das geisteswissenschaftliche Konsortium Text+ bittet um Ihre persönlichen Erfahrungsberichte, mit denen Sie die Zukunft mitgestalten können.

Abb. 1: Für Romanist*innen besonders wichtig – das Konsortium Text+

Text+ ist eines von vielen möglichen Konsortien, die über die nächsten zehn Jahre gemeinsam die „Nationale Forschungsdateninfrastruktur“ (NFDI) aufbauen werden, eine mit umfangreichen Fördermitteln von Bund und Ländern getragene Initiative. Bis zu 30 stark vernetzte Konsortien sollen gebildet werden, um gemeinsam die gesamte Fachwissenschaft Deutschlands abzudecken. „NFDI/Text+: Aufruf zur Meldung von Erfahrungen, Bedarfen und Ressourcen bis zum 16. August“ weiterlesen

Wohin mit romanistischen Forschungsdaten? Teil 2: DARIAH-DE Repository

Forschungsdaten mit romanistischem Bezug können einen vielfältigen Zuschnitt haben, was es nicht immer leicht macht, den richtigen Ort für ihre langfristige Speicherung auszuwählen. Steht Ihnen für die Publikation und Archivierung Ihrer Daten kein geeignetes institutionelles Repositorium zur Verfügung, können Sie aus einer ganzen Reihe allgemeiner Angebote auswählen. Neben Zenodo, das in diesem Blog bereits beschrieben wurde, bietet sich beispielsweise das geisteswissenschaftlich ausgerichtete Repositorium der Forschungsdateninfrastruktur DARIAH-DE an. Wie Sie Ihre Daten dort unterbringen können und dabei den romanistischen Gehalt am besten zur Geltung bringen (sollten), hat der FID Romanistik in einem neuen Leitfaden anschaulich für Sie zusammengestellt.

Abb. 1: Das DARIAH-DE Repository nimmt romanistische Forschungsdaten auf

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Wohin mit romanistischen Forschungsdaten? Teil 1: Zenodo

Die AG Digitale Romanistik, romanistik.de und der FID Romanistik haben gemeinsam auf dem Repositorium Zenodo eine Community Forschungsdatenrepositorium Romanistik eingerichtet und damit einen Bereich abgesteckt, in dem romanistische Forschungsdaten zentral gesammelt werden können. 

Abb. 1: Zenodo als Speicherort für romanistische Forschungsdaten

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Publikation des FID Romanistik zur romanistischen Digitalkultur in freiem Zugang

Wir freuen uns, die Publikation „Der Beitrag des Fachinformationsdienstes Romanistik zur romanistischen Digitalkultur“ nun frei verfügbar anzubieten. Sie basiert auf einem Beitrag bei der Tagung „Digitalkulturen in den Geisteswissenschaften“, die vom 8. und 9. Juni 2017 an der Universität des Saarlandes stattfand und erschien zunächst im Januar 2019 in den bei transcript veröffentlichten Tagungsakten.
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Tausendundein Datensatz – Die Verzeichnung von Forschungsdaten im FID Romanistik

Abbildung: Forschungsdaten – mehr als bloß Einsen und Nullen.
Abbildung: Forschungsdaten – mehr als bloß Einsen und Nullen.

Forschungsdaten ist einer dieser Begriffe, der für manche Forschende in den Textwissenschaften vielleicht noch ein Füllwort im akademischen Diskurs darstellt, zu dem sie keine Beziehung haben (wollen), weil es so nach MINT-Fach schmeckt. Dabei reicht schon eine kleine Justierung der persönlichen Definition des Begriffs, und schon watet man knietief durch Forschungsdaten, ohne am eigenen Forschungsverhalten irgendetwas verändert zu haben. Wenn man erst einmal weiß, wonach man sucht, kann man im Handumdrehen ganze Datenbanken füllen.

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Der digitale Werkzeugkasten – Tools in der Datenbank des FID Romanistik

Titelbild: Digitale Werkzeuge

Die große Vielfalt an Forschungsdaten in den textbasierten Geisteswissenschaften rührt nicht zuletzt von der Vielfalt an neueren und bereits etablierten digitalen Methoden – wie beispielsweise Topic Modeling oder Kontextanalysen in Korpora –, mit denen diese Daten erstellt, für die Forschungsfrage zurechtgebogen und untersucht werden können. Wer in vertrauter Zusammenarbeit mit seinem Computer herausfinden will, wie sich inhaltliche Schwerpunkte einer großen Anzahl Texte erahnen lassen oder in welcher syntagmatischer Nachbarschaft ein bestimmtes Wort typischerweise auftritt, kann sich einer großen Anzahl an Programmen erfreuen, die für diese Zwecke als Analyseinstrumente in Betracht kommen. „Der digitale Werkzeugkasten – Tools in der Datenbank des FID Romanistik“ weiterlesen

Neuer Leitfaden zu Rechtsfragen bei Open Science

Rechtsfragen bei Open Science Die Bedeutung der Openness wächst im wissenschaftlichen Umfeld zusehends. Damit einhergehend nehmen aber auch die rechtlichen Fragen zu, die es beim freien Teilen von Wissenschaft und Kultur zu bedenken gilt. Genau dazu ist im Verlag der Stabi Hamburg nun ein Leitfaden erschienen, der – passend zu Thema offenes Teilen – in drei Formaten frei zum Download zur Verfügung steht. In dem überaus hilfreichen Text beantworten die Autoren Till Kreutzer und Henning Lahmann unter anderem Fragen wie:

„Welche Rechte braucht man, um Dokumente (als Dienstleister) unter einer Open­-Access-­Lizenz publizieren zu dürfen?“

„Wie sieht es mit Bildrechten aus?“

„Was ist zu tun, wenn man Vertragsabschlüsse mit einem Verlag nicht mehr besitzt und die Publikation gerne Open Access publizieren würde?“

„Wer hat welche Rechte an den von mir erzeugten Forschungsdaten?“

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