Umfrage zum Umgang mit digitalen Ressourcen in der Romanistik

Wie sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit digitalen Ressourcen in der Romanistik? Verwenden Sie Datenbanken oder elektronische Editionen für Ihre Arbeit? Möchten Sie im nächsten Projekt bestimmte Werkzeuge und Methoden einsetzen? Haben Sie bereits einen Datenmanagementplan erstellt? Nutzen Sie bestehende Beratungsangebote oder wünschen Sie sich weitere?
Zu diesen und weiteren Fragen läuft bis zum 25. September eine Online-Umfrage, zu der wir Sie herzlich einladen wollen!

Abb. 1: Was sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit digitalen Ressourcen?

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Dramen-Corpus CalDraCor jetzt mit 201 Dramen Calderóns

Auf die Plattform DraCor haben wir bereits im Artikel „Quantitative Untersuchung zu Calderón de la Barca“ hingewiesen. Während Ende 2020 immerhin bereits 54 Dramen von Calderón de la Barca zur Analyse von Figuren in den Dramen von Calderón vorlagen, hat DraCor-Initiator Frank Fischer in dieser Woche auf eine ebenso beträchtliche wie erfreuliche Ausweitung des Projektes hingewiesen:
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FAIRe Daten aus Gallica

Thomas Scharinger (Jena)

Gallica Gallica, die seit 1997 im Open Access zugängliche digitale Bibliothek der Bibliothèque nationale de France (BnF), umfasst inzwischen (Stand: Dezember 2021) mehr als 8.400.000 digitalisierte Dokumente: Katalogisiert sind neben rund 1.200.000 Büchern, 200.000 Handschriften und 5.300.000 Zeitschriften- und Zeitungsausgaben u.a. auch ca. 180.000 Karten, 1.600.000 Bilder sowie über 51.000 Tonaufnahmen.

Insbesondere aufgrund der Vielzahl an digitalisierten Texten ist die ursprünglich in viel kleineren Dimensionen als „bibliothèque virtuelle de l’honnête homme“ konzipierte Datenbank heute auch für die romanistische Sprach- und Literaturwissenschaft von nicht unerheblichem Interesse. Sie kann gewissermaßen als Repositorium (vgl. den Beitrag von Rißler-Pipka in diesem Blog) für Rohdaten angesehen werden, die als Grundlage für verschiedenste Studien dienen können, so dass sich die Frage stellt, wie FAIR die von Gallica zur Verfügung gestellten Daten eigentlich sind.

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Qualitative Metadaten – Hilfe und Herausforderung zugleich

Ursula Winter

Grafik Metadaten
Erstellt auf wordart.com

Vor dem Hintergrund der FAIR-Prinzipien stellt sich die Frage nach der Bedeutung von Meta­daten eigentlich gar nicht, leisten sie doch zu zwei der vier in dem Akronym einprägsam zu­sammen­gefassten Kategorien einen wesentlichen Beitrag, indem sie eine Forschungsdaten­publi­kation besser auffindbar (findable) und die Zusammenführung von Datensatz­nachweisen (interoperable) in institutionen-, länder- oder disziplinübergreifenden Katalogen möglich machen. Soweit die Theorie. Doch wie verhält es sich in der Praxis? Erhalten Metadaten immer die Aufmerk­samkeit, die sie verdient haben, oder wirken sie im Schatten der Forschungs­leistung und der dafür erforderlichen zeitintensiven Datenerhebung, -aufbereitung und -auswertung eher wie ein notwendiges Übel, eine lästige Pflicht, die es auf dem Weg zur Daten­publikation eben schnell zu erfüllen gilt, um Forschungsförderer und Infrastruktureinrich­tun­gen zufriedenzustellen? Bieten die Systeme und Standards überhaupt die Möglichkeit, Forschungsdaten adäquat – beispielsweise unter Rückgriff auf Normdaten oder mehrsprachig – zu beschreiben? Eine ehrliche Beantwortung dieser Fragen zeigt auf, wo Verbesserungspoten­zial besteht. Ziel dieses Beitrags ist es, ebenso ein Bewusstsein für die Herausforderungen bei der Erschließung von Forschungsdaten zu wecken wie für den hilfreichen Nutzen, der sich aus dem Bemühen um qualitativ hochwertige Metadaten ergibt. Mit dem Begriff „Metadaten“ sind in diesem Beitrag die bei der Publikation von Forschungsdaten hinzugefügten, das Forschungsprojekt sowie die hinterlegten Datensätze beschreibenden Informationen gemeint. Im Rahmen der Aufbereitung der Rohdaten zur Beantwortung der Forschungsfrage ergänzte strukturierende und beschreibende Elemente wie Annotationen oder Markup-Elemente (bspw. der TEI-Header, XML-Tags usw.) werden hingegen als Bestandteil der von den Metadaten unterschiedenen Forschungsdaten betrachtet.
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Forschungsdaten im Suchportal des FID Romanistik

„Wo finde ich für mich relevante Forschungsdaten?“ Das ist nach wie vor eine der zentralen Fragen. Auch in der Romanistik, wo die Vielfalt der Disziplinen und Ansätze mit sich bringt, dass relevante Daten an den unterschiedlichsten Orten abgelegt werden und (noch) nicht an einer zentralen Stelle recherchiert werden können. Um diesem Missstand zu begegnen, verzeichnet der FID Romanistik Datensätze mit romanistischem Bezug in einer Datenbank für spezifische Ressourcen und präsentiert sie anschließend auf seinen Webseiten. Die erfassten Forschungsdaten können allerdings auch über das FID-Suchportal recherchiert werden. Wie man dabei vorgehen kann, illustriert unser neues Tutorial. „Forschungsdaten im Suchportal des FID Romanistik“ weiterlesen

Germanistisch-romanistisches Forschungsprojekt Narragonien Digital

Die Bedeutung des interdisziplinären Arbeitens nimmt in den Geisteswissenschaften zu. Der Einsatz digitaler Methoden in der geisteswissenschaftlichen Arbeit ebenso. Beides zeigt sich in einem aktuell veröffentlichten germanistisch-romanistischen Forschungsprojekt an der Universität Würzburg, das wir heute im Romanistik-Blog vorstellen möchten. Am 10. Mai 2021, pünktlich zum 500. Todestag von Sebastian Brant, ist Narragonien Digital online gegangen:

Narragonien Digital
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Contra la retórica FAIR

Antonio Rojas Castro (Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaft)

La web es un canal que transmite flujos de información en forma de red conectando nodos, desafiando la geografía y haciendo las distancias inexistentes. Es también fluidez, proceso, falta de contexto y superabundancia. Los principios FAIR pretenden corregir esta situación para que los datos científicos no se pierdan en el maremágnum de información, sino que sean fáciles de encontrar, accesibles, interoperables y reutilizables. Parece como si las organizaciones (pienso en FORCE11, ALLEA o LIBER) que han alentado la diseminación de los principios FAIR trabajasen a contrapelo, luchando  contra algunos de los rasgos más característicos del medio digital y promoviendo una cultura científica más abierta y colaborativa.

Fuente: Europeana.

Es por ello que en los últimos tiempos me pregunto si hay algo más que retórica en los principios FAIR. ¿Son “realizables” en la práctica? En FAIR enough? Building Digital Humanities Resources in an Unequal World, intenté responder a estas preguntas teniendo en cuenta proyectos de cooperación Norte-Sur y llegué a una conclusión escéptica y muy pragmática. Los principios FAIR gustan a todo el mundo: sugieren una idea de justicia y equidad que nos interpela a todos y por eso como estrategia de branding son perfectos; pero no son fáciles de llevar a cabo, sobre todo en contextos en que la infraestructura tecnológica es deficiente, escasa o poco robusta. Por eso no debemos dejarnos cegar por sus destellos sino interrogarlos de forma crítica.
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Forschungsdatenmanagement und –infrastrukturen: romanistische Projekte gefragt

Wie ein modellhafter Umgang mit Forschungsdaten in den Geisteswissenschaften aussehen kann, wird im Juni auf Initative des Infrastruktur-Projekts CLARIAH-DE anhand konkreter Forschungen vorgestellt. Bis zum 21.2.2021 1.3.2021 (Frist verlängert) können sich Nachwuchsforschende mit ihrem Projekt bewerben. Neben einer Präsentationsgelegenheit im Plenum der Tagung vDHd21 (Jahrestagung des Verbands “Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.”) winkt der CLARIAH-DE Best-Pitch-Award 2021.

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