Umfrage zu literarischen Korpora: Wie wählen Sie Ihre Texte aus?

Spezifische Forschungsfragen erfordern maßgeschneiderte Korpora. Wer zu spanischen Kriminalromanen um die vorletzte Jahrhundertwende arbeiten möchte, kann wahrscheinlich keine Übersetzungen ursprünglich englischer Gruselgeschichten in seinem Korpus brauchen oder Theaterstücke, in denen zufällig ein Detektiv auftaucht. Recherchemöglichkeiten nach den entsprechenden Kriterien – z. B. Sprache, Genre, Zeitraum – scheinen die naheliegende Antwort zu sein. Um diesbezüglich langfristig die Recherchesituation zu verbessern, läuft bis zum 30.09.2025 eine Umfrage zu den für Sie und Ihre Forschung wichtigen Kriterien. Machen Sie mit!

Dekoratives Bild, das ein Buch auf einem Haufen von Buchseiten unter blauem Himmel zeigt.
Anhand welcher Merkmale würden Sie gerne nach Texten suchen können?

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Bibliotheken und Forschung: zwei Inseln

Text+ Blog

José Calvo Tello hat aus der Perspektive eines Wissenschaftlers, der in einer Bibliothek arbeitet, einen Beitrag über Missverständnisse und offene Fragen zu Normdaten und der Gemeinsamen Normdatei (GND) geschrieben – aber auch zu Wikidata und VIAF. Er spricht von zwei Inseln, die verbunden werden müssen und erläutert, inwieweit die Strukturen der Zusammenarbeit innerhalb der NFDI dabei helfen können.

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Mehr Info, mehr Praxis – und noch mehr Info. Auswertung der Umfrage zum Umgang mit digitalen Ressourcen in der Romanistik veröffentlicht

Wir haben Sie gefragt, mit welchen digitalen Ressourcen Sie sich beschäftigen und was Sie damit anstellen; wir wollten gerne wissen, welche Informations- und Schulungsbedarfe Sie im Hinblick auf digitale Ressourcen haben und welche Anbieter entsprechender Angebote Sie kennen und besonders schätzen. Das und noch mehr haben Sie uns im August und September des vergangenen Jahres in unserer Umfrage zum Umgang mit digitalen Ressourcen mitgeteilt. Danke!
Ihre Antworten haben wir ausgewertet und die Ergebnisse im FID-Portal zum Download bereitgestellt.

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Proyecto HÉRCULES: Ein Forschungsmanagementsystem für ganz Spanien

Auf Initiative der Rektorenkonferenz der spanischen Universitäten CRUE hat sich das Projekt „Hércules – Semántica de Datos de Investigación de Universidades“ das Ziel gesetzt, ein gemeinsames Forschungsmanagementsystem für alle spanische Universitäten zu entwickeln. Eine wahre Herkulesaufgabe, denn die Anforderungen an die Plattform waren hoch. Im November 2022 endete nun die Förderphase.

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Umfrage zum Umgang mit digitalen Ressourcen in der Romanistik

Wie sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit digitalen Ressourcen in der Romanistik? Verwenden Sie Datenbanken oder elektronische Editionen für Ihre Arbeit? Möchten Sie im nächsten Projekt bestimmte Werkzeuge und Methoden einsetzen? Haben Sie bereits einen Datenmanagementplan erstellt? Nutzen Sie bestehende Beratungsangebote oder wünschen Sie sich weitere?
Zu diesen und weiteren Fragen läuft bis zum 25. September eine Online-Umfrage, zu der wir Sie herzlich einladen wollen!

Abb. 1: Was sind Ihre Erfahrungen im Umgang mit digitalen Ressourcen?

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Dramen-Corpus CalDraCor jetzt mit 201 Dramen Calderóns

Auf die Plattform DraCor haben wir bereits im Artikel „Quantitative Untersuchung zu Calderón de la Barca“ hingewiesen. Während Ende 2020 immerhin bereits 54 Dramen von Calderón de la Barca zur Analyse von Figuren in den Dramen von Calderón vorlagen, hat DraCor-Initiator Frank Fischer in dieser Woche auf eine ebenso beträchtliche wie erfreuliche Ausweitung des Projektes hingewiesen:
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FAIRe Daten aus Gallica

Thomas Scharinger (Jena)

Gallica Gallica, die seit 1997 im Open Access zugängliche digitale Bibliothek der Bibliothèque nationale de France (BnF), umfasst inzwischen (Stand: Dezember 2021) mehr als 8.400.000 digitalisierte Dokumente: Katalogisiert sind neben rund 1.200.000 Büchern, 200.000 Handschriften und 5.300.000 Zeitschriften- und Zeitungsausgaben u.a. auch ca. 180.000 Karten, 1.600.000 Bilder sowie über 51.000 Tonaufnahmen.

Insbesondere aufgrund der Vielzahl an digitalisierten Texten ist die ursprünglich in viel kleineren Dimensionen als „bibliothèque virtuelle de l’honnête homme“ konzipierte Datenbank heute auch für die romanistische Sprach- und Literaturwissenschaft von nicht unerheblichem Interesse. Sie kann gewissermaßen als Repositorium (vgl. den Beitrag von Rißler-Pipka in diesem Blog) für Rohdaten angesehen werden, die als Grundlage für verschiedenste Studien dienen können, so dass sich die Frage stellt, wie FAIR die von Gallica zur Verfügung gestellten Daten eigentlich sind.

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Qualitative Metadaten – Hilfe und Herausforderung zugleich

Ursula Winter

Grafik Metadaten
Erstellt auf wordart.com

Vor dem Hintergrund der FAIR-Prinzipien stellt sich die Frage nach der Bedeutung von Meta­daten eigentlich gar nicht, leisten sie doch zu zwei der vier in dem Akronym einprägsam zu­sammen­gefassten Kategorien einen wesentlichen Beitrag, indem sie eine Forschungsdaten­publi­kation besser auffindbar (findable) und die Zusammenführung von Datensatz­nachweisen (interoperable) in institutionen-, länder- oder disziplinübergreifenden Katalogen möglich machen. Soweit die Theorie. Doch wie verhält es sich in der Praxis? Erhalten Metadaten immer die Aufmerk­samkeit, die sie verdient haben, oder wirken sie im Schatten der Forschungs­leistung und der dafür erforderlichen zeitintensiven Datenerhebung, -aufbereitung und -auswertung eher wie ein notwendiges Übel, eine lästige Pflicht, die es auf dem Weg zur Daten­publikation eben schnell zu erfüllen gilt, um Forschungsförderer und Infrastruktureinrich­tun­gen zufriedenzustellen? Bieten die Systeme und Standards überhaupt die Möglichkeit, Forschungsdaten adäquat – beispielsweise unter Rückgriff auf Normdaten oder mehrsprachig – zu beschreiben? Eine ehrliche Beantwortung dieser Fragen zeigt auf, wo Verbesserungspoten­zial besteht. Ziel dieses Beitrags ist es, ebenso ein Bewusstsein für die Herausforderungen bei der Erschließung von Forschungsdaten zu wecken wie für den hilfreichen Nutzen, der sich aus dem Bemühen um qualitativ hochwertige Metadaten ergibt. Mit dem Begriff „Metadaten“ sind in diesem Beitrag die bei der Publikation von Forschungsdaten hinzugefügten, das Forschungsprojekt sowie die hinterlegten Datensätze beschreibenden Informationen gemeint. Im Rahmen der Aufbereitung der Rohdaten zur Beantwortung der Forschungsfrage ergänzte strukturierende und beschreibende Elemente wie Annotationen oder Markup-Elemente (bspw. der TEI-Header, XML-Tags usw.) werden hingegen als Bestandteil der von den Metadaten unterschiedenen Forschungsdaten betrachtet.
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