Arte nun auch mit spanischsprachigem Angebot

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Eine gute Nachricht für alle Zuschauer und Freunde (m/w) des deutsch-französischen Kultursenders:

Aus archivarischen Gründen sei hier ein Screenshot (JPG, 1,7 MB) der ersten Arte-Website auf Spanisch festgehalten. Zum neuen Sprachenangebot auf Arte, das es seit heute nicht nur mit spanischsprachigen, sondern auch mit englischsprachigen Inhalten gibt, zitieren wir aus der Pressemitteilung von Arte:
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LateinamerikaTage 2015 in Hamburg

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Bereits seit vergangenen Donnerstag (29.10.) und noch bis zum 24.11.2015 finden in Hamburg wieder die LateinamerikaTage statt. Sie stehen dieses Mal unter dem Motto: «Realidades Duras – Caminos Alternativos» / «Harte Wirklichkeiten – Alternative Wege». In der Ankündigung der Veranstalter heißt es:

Seit vielen Jahren finden in Hamburg die Lateinamerika-Tage im Herbst statt. Sie werden organisiert von einem Bündnis von Basisgruppen und lateinamerikanischen Strukturen, die vielfältige Veranstaltungen zu aktuellen Themen zu Lateinamerika organisieren.

Thematisch steht 2015 die Entwicklung lateinamerikanischer Gesellschaften im Vordergrund, die nach verheißungsvollen Aufbrüchen vor wenigen Jahren wieder vor großen Problemen stehen. Vielschichtige politische, soziale und ökonomische Herausforderungen sind zu bewältigen. Auch die Beziehungen zwischen der Stadt Hamburg mit ihrem kolonialen Erbe und Lateinamerika werden beleuchtet.

Die näheren Infos zu den einzelnen Veranstaltungen finden Sie aufgelistet auf lateinamerika-tage.de oder im Flyer zum Ausdrucken oder Herunterladen im Format PDF.

Hier die einzelnen Veranstaltungen im Überblick: „LateinamerikaTage 2015 in Hamburg“ weiterlesen

Flamenco en Berlín – Programm 27.11.-5.12.2015

Flamenco en Berlín Zum zweiten Mal heißt es vom 27. November – 5. Dezember Flamenco en Berlín. Das Festival präsentiert eine Kunstform, die ihre Inspiration und Leidenschaft gleichermaßen aus traditionellen Formen wie aus modernem Tanz schöpft und sich ebenso im Rhythmus Andalusiens wie im Takt der Weltmetropolen bewegt. In diesem Jahr sind Rocío Molina und La Tremendita, Sara Calero und Belén Maya mit dabei. Künstler der Berliner Flamencoszene präsentieren diesmal gleich zwei Abende: eine Hommage an den Gründer der einzigen deutschsprachigen Flamencozeitschrift ¡anda! sowie einen Talente-Abend.

Eröffnet wird das Festival von Ariadna Castellanos (Piano) und Ed ist Dead (Schlagzeug, Elektronik), die Flamenco, Jazz und Elektronik verbinden.

Abgerundet wird das Programm von einem Gitarrenkonzert mitt Abel Sánchez, Gesprächen (u.a mit Nacho Duato, Rocio Molina und Sara Calero), dem Dokumentarfilm Paco Lucía: la búsqueda, der Ausstellung „Por Sigiriyas“ von Ana Lessing Menjibar und Tanzworkshops mit Felipe Mato.

Veranstalltungsorte sind die Akademie der Künste im Hanseatenweg, das Instituto Cervantes und Theater Aufbau Kreuzberg und die Kulturwerkstadt. Der Vorverkauf hat bereits begonnen, das vollständige Programm finden Sie auch unter www.flamencoenberlin.com.


Fr, 27. Nov., 20 Uhr, Instituto Cervantes

Ariadna Castellanos + Ed is Dead: mju:zik
Festivaleröffnung
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Thementag Lateinamerika im Rautenstrauch-Joest-Museum

Thementag Lateinamerika im Rautenstrauch-Joest-Museum Auch in diesem Jahr hat das Rautenstrauch-Joest-Museum in Köln gemeinsam mit dem Kulturveranstalter grenzgang ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm rund um das Thema Lateinamerika auf die Beine gestellt. Der Thementag Lateinamerika findet statt am

Sonntag, den 29. November 2015, von 10 – 21 Uhr.

Im Ankündigungstext heißt es:

Traditionelle afroperuanische Tänze, mexikanische und karibische Live Musik und mitreißende Neuinterpretationen chilenischer Musik sowie der Film „Aluna“ sorgen für lateinamerikanische Stimmung. Der [Anm. der Red.: hier bereits gezeigte] mexikanische Totenaltar ist zum letzten Mal zu sehen und Vorträge und Lesungen zu aktuellen Themen wie Klima, Umwelt und Menschenrechte in Mexiko laden zum Zuhören und Mitreden ein. Kinder können spannenden Märchen lauschen, mexikanische Totenköpfe aus Gips bemalen und sich beim Piñataspiel „süß“ überraschen lassen. Drei grenzgang Live-Reportagen entführen in die faszinierende Welt der Länder Lateinamerikas: Es geht nach Rio und Patagonien und auf eine neunmonatige Reise durch Südamerika.

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NarcoData – Datenvisualisierung des organisierten Verbrechens in Mexiko

NarcoData - Datenvisualisierung des organisierten Verbrechens in Mexiko

NarcoData in spannendes journalistisches Visualisierungsprojekt zu einem traurigen, doch wichtigen Thema: ein gemeinschaftlich von Animal Político und Poderopedia betriebenes Datenpool zu den Drogenkartellen in Mexiko. Laura Hazard Owen stellt NarcoData auf dem Journalismus Portal Nieman Lab vor:
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Triumph der Farbe – Fundacíon Mapfre in Barcelona

Ein Gastbeitrag von Nicole Büsing und Heiko Klaas

Fundación Mapfre Barcelona: Casa Carriga-Nogués, © José Hevia
Fundación Mapfre Barcelona: Casa Carriga-Nogués, © José Hevia

Mit Meisterwerken aus dem Pariser Musée d’Orsay und der l’Orangerie wurde jetzt ein vielversprechendes, neues Ausstellungshaus in Barcelona eröffnet: Die Fundacíon Mapfre in der modernistischen Casa Garriga-Nogués. Die in Madrid beheimatete Stiftung weitet ihre Aktivitäten damit auch auf die katalanische Kapitale aus.

Barcelona. Über 600 Straßenkilometer liegen zwischen Madrid und Barcelona. Die seit Jahrhunderten von der Monarchie geprägte Hauptstadt Spaniens mit hochkarätigen Museen wie dem Prado und dem auf zeitgenössische Kunst spezialisierten Museo Reina Sofia, wirkt gemeinhin gesetzter und schwerer als das dynamische, auch internationale Trends setzende Barcelona. Auch zur Zeit erlebt die am Mittelmeer gelegene Stadt wieder eine Phase des Aufbruchs. Die Hauptstadt Kataloniens wird seit Neuestem von Ada Colau, einer jungen Bürgermeisterin und ehemaligen Aktivistin, regiert, die der in der Finanzkrise entstandenen sozialen Bewegung „Barcelona en Comú“ angehört. Das Museu d’Art Contemporani de Barcelona (MACBA) hat mit dem 1968 in Buenos Aires, Argentinien geborenen Ferran Barenblit gerade einen neuen, vielversprechenden Direktor erhalten. Ebenso die Fundació Antoni Tàpies, zu deren neuem Direktor Ende Juni der Kritiker Carles Guerra ernannt wurde. Zudem zeichnet sich die Stadt durch ihre vitale Galerienlandschaft, ihre avantgardistische Design- und Modeszene sowie die allgegenwärtige Präsenz architektonischer Highlights von Antoni Gaudí über Mies van der Rohe bis zu Santiago Calatrava aus.
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Ästhetik trifft Emotion – Retrospektive Josef Koudelka

Ein Gastbeitrag von Nicole Büsing und Heiko Klaas

Stets dem eigenen Werk verpflichtet: Der in der ehemaligen Tschechoslowakei geborene und heute in Paris lebende Fotograf Josef Koudelka wird in der Fundación Mapfre in Madrid mit einer umfassenden Retrospektive geehrt. In Deutschland wird er mit dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet am 7. November 2015 im Museum Folkwang in Essen statt.

Koudelka: Bohemia (Kladno), 1966, © Josef Koudelka / Magnum Photos
Koudelka: Bohemia (Kladno), 1966, copia de 1967 The Art Institute of Chicago, donación del artista, 2013.1256 Cortesía Josef Koudelka/Magnum Photos

Eine seiner berühmtesten Aufnahmen entstand im August 1968. Der tschechische Fotograf Josef Koudelka war gerade von einer Studienreise nach Rumänien zurückgekehrt, als er in seiner Heimatstadt Prag auf geradezu gespenstische Verhältnisse traf. Auf dem Foto zu sehen ist eine männliche Hand mit einer Armbanduhr, die exakt 12:22 Uhr mittags zeigt. Dahinter der Wenzelsplatz, der um diese Zeit eigentlich mit Passanten, Zweiradfahrern, Autos und Straßenbahnen belebt sein müsste. Doch es herrscht eine beklemmende Leere. Die ikonische Aufnahme zeigt die Ruhe vor dem Sturm, der in Form einer Invasion der Armeen der Warschauer Pakt Staaten unter Führung der Roten Armee kurze Zeit später vonstatten gehen sollte. Koudelka ist oft gefragt worden, ob es seine eigene Hand war, die er da vor die Kamera gehalten hat. Doch es war die Hand eines ihm zuvor unbekannten jungen Mannes, der gemeinsam mit ihm auf ein Baugerüst geklettert war, um die surreale Situation von oben zu betrachten. Während der Tage der Invasion, vom 21. bis 27. August 1968, hat Koudelka, ausgerüstet mit seiner Exacta Varex Kamera aus ostdeutscher Produktion und 100 Metern Filmmaterial, Hunderte von Aufnahmen gemacht. Bilder von jungen Tschechen, die sich mutig den sowjetischen Panzern entgegenstellten, die versuchten, mit den gleichaltrigen russischen Soldaten ins Gespräch zu kommen oder – auch das eine seiner berühmten Aufnahmen – sich todesmutig und gleichzeitig voller Sarkasmus als Zielscheibe anboten, indem sie sich konzentrische Ringe auf den Rücken malten. Veröffentlicht wurden die Aufnahmen aus der Serie „Invasion“ allerdings erst zum ersten Jahrestag der Ereignisse in einer umfangreichen Reportage des Londoner „The Sunday Times Magazine“ und kurze Zeit später im amerikanischen Magazin „Look“. Der Name des Fotografen blieb jedoch geheim. Der anonyme Fotograf erhielt jedoch direkt nach der Veröffentlichung die „Robert Capa Gold Medal“. Erst nach dem Tod seines Vaters 1984 – er lebte damals bereits in Frankreich – hat Koudelka es gewagt, diese Bilder unter seinem eigenen Namen zu veröffentlichen. Zu groß war seine Angst, dass Angehörige seiner in der Tschechoslowakei lebenden Familie Repressalien ausgesetzt werden könnten.
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Toletum-Workshop VI

Cordoba

Toletum, das Netzwerk zur Erforschung der Iberischen Halbinsel in der Antike, lädt zum 6. Mal zum Workshop nach Hamburg ein. Er findet in der kommenden Woche, vom 22. bis 24. Oktober 2015, im Warburg-Haus statt, dieses Mal in Zusammenarbeit mit der École des hautes études hispaniques et ibériques – Casa de Velázquez Madrid. Das dreitägige Forschungstreffen mit internationaler Beteiligung steht trägt den Titel: «Das römische Städtewesen auf der Iberischen Halbinsel und in Nordafrika zwischen Spätantike und Frühmittelalter».

Die Ankündigung zum Workshop im Toletum-Blog klingt sehr interessant:

Die internationale Tagung bietet einerseits einen Einblick in aktuelle Forschungen auf der Iberischen Halbinsel. Andererseits zielt sie auf einen Vergleich mit einer angrenzenden Region – den Norden Afrikas – und will daher nicht nur auf einer neuen Materialbasis, sondern auch in dieser Zusammenschau die Thesen von Hugh Kennedy diskutieren, der 1985 in seinem grundlegenden Beitrag „From Polis zu Madīna“ (Anm. der Red.: den Artikel gibt es hier als PDF) darauf aufmerksam machte, dass die so genannte „Islamic City“ wohl eher als das Ergebnis sozialer und wirtschaftlicher Transformationen denn als Resultat einer abrupten „Islamization“ der Gesellschaft anzusehen sei.

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