Open Data Portal für Lateinamerika

Open Data for Development in Latin America and the Caribbean

Staatliche Informationen in einer offenen, frei zugänglichen und formal strukturierten Art zu veröffentlichen, erfüllt die Anforderungen an eine moderne Politik, was Transparenz von und Rechenschaft über Regierungshandeln betrifft. Darüber hinaus ermöglicht eine breit angelegte Information größere soziale Teilhabe vor allem von Bevölkerungsschichten, die zuvor nur schwer oder gar nicht an solche Informationen gelangt sind.

Zur Verwirklichung der Forderung nach Open Data ist nun das Projekt Open Data for Development in Latin America and the Caribbean ins Leben gerufen worden. In Zusammenarbeit mit dem W3C Brazil und der European Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC), im Rahmen der Initiative Observatory for the Information Society in Latin America and the Caribbean (OSILAC) und unter Mitwirkung des International Development and Research Center of Canada (IDRC).

Das Portal www.od4d.org informiert ausführlich in drei Sprachen (auf englisch, spanisch und portugiesisch).

Open Data for Development in Latin America and the Caribbean



Dies sind die wesentlichen 6 Aufgaben des OD4D:

  • Realizar un mapeo de las principales iniciativas de América Latina y Caribe para la diseminación de datos dispuestos en los niveles económico, social, ambiental y desarrollar un marco metodológico que examine la relación entre la apertura de datos y la calidad de las políticas públicas.
  • Estudiar y discutir estrategias alternativas para fomentar la capacitación técnica en agencias gubernamentales y en los observatorios de la región, de manera a implementar repositorios de datos abiertos para el desarrollo, monitoreo y evaluación de las políticas públicas.
  • Apoyar las redes de investigación de América Latina y el Caribe para que produzcan nuevas informaciones y creen aplicaciones innovadoras y servicios basados en datos abiertos.
  • Examinar la relación entre un desarrollo económico más inclusivo y la apertura de datos en sectores clave de la economía.
  • Incentivar una comunidad de creadores de políticas públicas, empleados públicos e investigadores para que se sensibilicen en lo concerniente al potencial de los Datos Abiertos y las estrategias apropiadas para una implementación exitosa.
  • Analizar el potencial de los Datos Abiertos para delinear e implementar políticas públicas que promuevan el crecimiento económico y la inclusión social en los países de América Latina y del Caribe.

[via Open Knowledge Foundation Blog]

Protest gegen Entlassung von 149 El-País-Mitarbeitern

In diesen Tagen kann die spanische Tageszeitung El País in der Rubrik „Huelgas“ eine Nachricht in eigener Sache veröffentlichen: «EL PAÍS se publica pese a la huelga del 79% de los trabajadores».

Ihren Protest gegenüber der Entscheidung der Konzernleitung, 149 Kollegen zu entlassen, bringen die bei PRISA beschäftigten Journalisten in dem außergewöhnlichem Spot «EL PAÍS es de TODOS» zum Ausdruck:

Die FAZ hat den Chefredakteur von El País, Javier Moreno, gefragt, wie es um die Verantwortung des Medienkonzerns Prisa bestellt ist. Dieser behauptet, die Entlassungen haben nichts mit den wirtschaftlichen Problemen des PRISA-Konzerns zu tun. Lesen Sie selbst, was er sonst noch im Interview zum Streik und zu den Entlasungsplänen sagt: «Ich habe nicht vor, mich zurückzuziehen».

Ana Lilia Pérez: Die Hydra des organisierten Verbrechens in Mexiko

Ana Lilia Pérez: Die Hydra des organisierten Verbrechens in Mexiko Dass mexikanische Journalisten, die es wagen, kritisch über den Drogenkrieg und über die politische Korruption im Land zu berichten, bei der Ausübung ihres Berufes ihr Leben riskieren, ist mittlerweile nicht nur weithin bekannt, sondern traurigerweise mehrfach bewiesen. Um so interessanter ist das Vortragsthema, über das eine betroffene, der Gefahr entkommene, Journalistin in der kommenden Woche in Hamburg berichtet. Auf Einladung der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte lebt und arbeitet die mexikanische Journalistin Ana Lilia Pérez zur Zeit in der Hansestadt und spricht am Mittwoch den 17. Oktober um 19 Uhr in der Ev. Hochschule im Rauhen Haus (Adresse: Beim Rauhen Hause 21) über

Die Hydra des organisierten Verbrechens in Mexiko

Ana Lilia Pérez: Camisas Azules Manos Negras

Die mexikanische Journalistin Ana Lilia Pérez hat in jahrelangen, überaus gründlichen und riskanten Nachforschungen den Sumpf an Korruption aufgedeckt, der die Haupteinnahmequelle Mexikos, den staatlichen Erdölkonzern PEMEX, umgibt. In zahlreichen Artikeln und zwei Büchern – Camisas Azules Manos Negras und El Cártel Negro – hat sie die Verstrickung von Politikern, Funktionären, Unternehmern und Drogenkartellen in diese Ausplünderung nachgewiesen und muss seitdem um ihr Leben fürchten.

Lesen Sie weiter im Veranstaltungs-Hinweis der Initiative Mexiko. Veranstaltungsflyer als PDF.

Weitere Informationen:

Am 26.9.2012 hat das Medienmagazin ZAPP über Ana Lilia Pérez berichtet: Mexikanische Journalistin im Exil:

Im Hamburger Abendblatt war am 29.06.2012 zu lesen:
«Im Visier der Drogenbarone: Frau rettet sich nach Hamburg»

Und ganz aktuell gibt es noch die erfreuliche Meldung, dass Ana Lilia Pérez mit dem Leipziger „Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien“ ausgezeichnet wurde. Der mutigen Journalistin sei hiermit aufs Herzlichste gratuliert.
Wer sich nächste Woche in Hamburg und Umgebung aufhält, sollte sich den Vortragstermin 17. Oktober, 19 Uhr, im Terminkalender vermerken.

Das gefährliche Leben von Frauen in Argentinien

Horror, Foto: elward-photography auf FlickrIn einem Radio-Feature auf Deutschlandradio Kultur geht Julio Segador auf die Tatsache ein, dass die Justiz in vielen südamerikanischen Staaten hilflos auf die Häufung von Frauenmorden reagiert.

Alle 31 Stunden geschieht in Argentinien ein Frauenmord. Sechs von zehn getöteten Frauen wurden dabei von Männern aus ihrem engsten Umfeld ermordet. Es fehlt an öffentlichem Bewusstsein, das Gewalt gegen Frauen tiefgreifend ächtet und an der wirksamen Verfolgung der Taten durch die Justiz.

Sie können den Beitrag «Das gefährliche Leben von Frauen in Argentinien» auf Deutschlandradio Kultur nachlesen, sowie hier oder dort nachhören:

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Foto: elward-photography auf Flickr, (CC BY 2.0)

Kulturprogramm des Instituto Cervantes Hamburg im September, Oktober, November & Dezember 2012

06.09.2012

Ausstellung: OST-Blick auf die spanischsprachige Welt

Das Instituto Cervantes Hamburg eröffnet eine Ausstellung des deutschen Künstlers Otto Sander Tischbein.

1949 in Sachsen-Anhalt geboren, studierte der Maler und Grafiker Otto Sander Tischbein von 1971 bis 1976 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden und kam, nach dem Diplom und kurzem Aufenthalt in Berlin, 1980 nach Mecklenburg-Vorpommern. Seit den neunziger Jahren unternimmt er längere Reisen nach Spanien, Peru oder Mexiko, aus denen er neue Werke mitbringt. Seine unkonventionellen Bilder, die er mit dem Namenskürzel OST signiert, brechen humorvoll gesellschaftliche Tabus auf und stiften mit viel Ironie visuelle Verwirrung.

 

Vernissage: 06.09.2012, 18.30 Uhr
Ausstellung: 06.09.-12.10.2012, Mo-Do 9.00-19.00 Uhr, Fr 9.00-15.00 Uhr
Einführung: Simon Michaelis
Eintritt frei

Anmeldung bis 05.09.: 040 530 205 290 oder cultx1ham@cervantes.es

Instituto Cervantes
Chilehaus, Eingang B
Fischertwiete 1
20095 Hamburg

11.09.2012

 Spanischer Filmclub: Pan Negro (Spanien, 2010)

In Kooperation mit dem 3001 Kino zeigt das Instituto Cervantes Hamburg jeden Monat einen Film in spanischer Sprache.
„Kulturprogramm des Instituto Cervantes Hamburg im September, Oktober, November & Dezember 2012“ weiterlesen

GIGA Focus Lateinamerika zur Wahl in Mexiko

In der Reihe GIGA Focus Lateinamerika werden regelmäßig Kurzanalysen zu aktuellen politischen, wirtschaftlichen oder sozialen Themen veröffentlicht, die dem interessierten Leser den Vorteil bieten, sich rasch und trotzdem präzise und auf den aktuellsten Stand zu bringen. Heute wurde ein Text zur Wahl in Mexiko veröffentlicht, der genau diese Kriterien – kurz gefasst und fundiert – erfüllt und den ich Ihnen deshalb zur Lektüre empfehlen möchte. Zur Einführung ein Zitat aus dem Abstract:

Auf der Schmalspur zur Macht: Die PRI kehrt in das Präsidentenamt von Mexiko zurück

Von Günther Maihold

Mit den Wahlen vom 1. Juli 2012 stellt in Mexiko die Partido Revolucionario Institucional (PRI) nach zwölf Jahren Opposition wieder den Präsidenten.

Ein politisches Minimalprogramm der PRI reichte der Bevölkerung aus, um die konservative Regierungspartei PAN von Präsident Felipe Calderón mit deutlichen Stimmverlusten in die Opposition zu senden. Der neue Präsident Enrique Peña Nieto nimmt für sich in Anspruch, eine „neue und moderne PRI“ zu repräsentieren, benötigt für einen Erfolg aber die alten Seilschaften der Partei. Mexiko befndet sich damit in der paradoxen Lage, dass der strukturkonservative Machtfaktor des Landes in Gestalt der PRI zum Protagonisten der überfälligen Modernisierung werden soll und muss.

Laden Sie sich den kompletten Text (GIGA Focus Lateinamerika
Nr. 7/2012) auf der Website des GIGA-Institutes als PDF herunter.

Grafik erstellt mit Wordle anhand des Aufsatztextes.

Jorge Volpi zum ‚Mexikanischen Frühling‘

Auf El País gibt der mexikanische Schriftsteller Jorge Volpi in seinem Kommentar «La ‚primavera mexicana‘» einen ausführlichen Einblick in die mexikanische Protestbewegung #YoSoy132, die sich im Vorfeld der mexikanischen Wahlen (1. Juli 2012) gebildet hat:

Gracias a los jóvenes de #YoSoy132 las elecciones presidenciales dieron un giro. Aunque se les acusa de no poseer una agenda, consiguieron exhibir los fallos de una democracia donde la opinión pública es manipulada

Neben den Hintergründen der studentischen Bewegung (zu deutsch etwa: „Ich bin der 132ste“, siehe deutschen Erklärungsartikel), die im Vorfeld der Wahlen auch weitere Teile der Bevölkerung erreichte, geht Volpi auch auf den Einfluss des mexikanischen Fernsehens auf die politische Willensbildung ein:

Si la mayor parte del país sólo se entera de la conducta de sus gobernantes a través de la televisión, y ésta apoya a un solo candidato, la justa se degrada a niveles insospechados. El resultado del acuerdo fue el previsto: más allá de los errores de Calderón y López Obrador —la guerra contra el narco, en el primer caso; el mesianismo, en el segundo—, la enorme popularidad de Peña, y su liderazgo en las encuestas, mucho le debe a la abrumadora promoción que recibió en estos años.

Wie sehr die mexikanischen Medien, allen voran das Fernsehen, die Bevölkerung nicht nur vor den Wahlen, aber ganz besonders auch dann, manipulieren, wird in der sehenswerten Dokumentation «Teletirania: La dictadura de la television en México» deutlich:

Informationen zu Jorge Volpi finden Sie auch über die Metasuche in cibera cibera. Darüber aufrufbar ist auch ein lesenswerter Volltext von Roger A. Zapata (Montclair State University): «La pobreza de la filosofía como material novelesco: El fin de la locura de Jorge Volpi» (PDF).

«hr2 Der Tag» zur Krise in Spanien

Puerta de Europa I - Sitz von Bankia in Madrid
Puerta de Europa I - Sitz von Bankia in Madrid
Die Krise im spanischen Bankensektor spitzt sich weiter zu. Auf Druck der Regierung Rajoy hat der spanische Notenbankchef Miguel Ángel Fernández Ordóñez – noch von der sozialistischen Vorgänger-Regierung eingesetzt – in dieser Woche sein Amt niedergelegt. Mit der anstehenden Rettung von Bankia scheint es nicht getan, weitere Banken melden akuten Rettungsbedarf an. Wie dies alles finanziert werden soll, ist mehr als unklar. Nachzulesen in Leo Wielands FAZ-Artikel vom 30.05.2012: «Spanien will Bankenhilfe auf dem Kapitalmarkt besorgen».

 

Gestern Abend hat sich auch hr2 DerTag in dem hörenswerten Radio-Feature «Madrid ist nicht Athen – Von spanischen Verhältnissen» des Themas angenommen und versucht in Interviews mit gut informierten Experten (Stefan Wolff, hr-Börsenexperte; Martin Dahms, FR, Tagesanzeiger u.a.; Javier Cáceres, SZ-Korrespondent Madrid; Dr. Paul Ingendaay, FAZ Madrid) neben einem genauen Blick auf die aktuelle Situation in Spanien einen Vergleich zur Krise in Griechenland anzustellen:

Was in diesen Tagen in Madrid passiert, kennen wir bereits aus Athen, Lissabon, Dublin und sogar Rom. Die Staatseinnahmen decken nicht mehr die Ausgaben. Noch vor 72 Stunden tönte der spanische Ministerpräsident: nur kein Staatsgeld an die bankrotten Banken! Jetzt scheinen staatliche Rettungsgelder die letzte Lösung für die Krisenbank „Bankia“. Und das bedeutet: noch mehr Staatsschulden. Mit Spanien ist das nächste Urlaubsparadies in Bedrängnis und das Kapital und die jungen Spanier zieht es in andere europäische Länder. DER TAG über den nächsten europäischen Wackelkandidaten.

Den 55-minütigen von Uwe Westphal moderierten Radiobeitrag «Madrid ist nicht Athen – Von spanischen Verhältnissen» können Sie auf der Seite von hr2 DER TAG oder hier nach hören:

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Foto oben: Quelle: Wikipdia