Unter ökonomischem Druck stellen viele Zeitungen und Magazine ihre Kinder- und Jugendbeilagen ein. Über ein prominentes Beispiel dieser bedauernswerten Entwicklung haben wir letztes Jahr im Artikel »Hommage an ‘El Pequeño País’« informiert. Nun ist ein spanisches Gruppenblog, das ob seiner fachlich fundierten Ausrichtung hier schon des öfteren Erwähnung fand, angetreten, eine Alternative im Web für Leser im Kindesalter anzubieten. Libro de Notas bietet seit dem 13. Februar die Kinderausgabe des Literaturblogs unter dem Titel Pequeño Libro de Notas an:
„Pequeño Libro de Notas“ weiterlesen
Kategorie: Medien
Biblumliteraria – Blog zur Digitalen Literatur
Die Literatur- und Medienwissenschaft kommt nicht mehr umhin, auch die digitale Literatur als Forschungsgegenstand zu begreifen und die neuesten Entwicklungen auf diesem Gebiet zu verfolgen. Um so besser, wenn einem gut informierte Blogs dabei helfen, beim sich rasant entwickelnden Thema e-Books und digitale Literatur auf dem Laufenden zu bleiben. Biblumliteraria von Félix Remírez aus Navarra in Spanien ist so ein Blog. Gestern haben wir es neu in die Blogrol von cibera aufgenommen (siehe Blogs hispanos in der rechten Spalte). Biblumliteraria sei Ihnen hiermit zur Lektüre und zum Abonnieren des RSS-Feeds empfohlen.
[via @jaimealejandro]
59 Segundos zum Urheberrecht im Internet
Obwohl die RTVE-Sendung 59 segundos heißt, dauert sie immer 30 Minuten. In ihrer aktuellen Ausgabe (16.12.09) widmet sie sich dem Thema Urheberrecht im Internet. Teilnehmer der Runde:
- David Bravo (auf Internetthemen und Urheberrecht spezialisierter Anwalt)
- Nacho Escolar (Journalist)
- Enrique Urbizu (Drehbuchautor, Regisseur und Präsident der Organisation DAMA)
- Miguel Ángel Fernández (SGAE)
- Jesús Banegas (AETIC)
- Lorenzo Silva (Schriftsteller)
Wenig verwunderlich sind die einem zeitgemäßen Urheberrecht widersprechenden Haltungen der Rechteverwertungsgesellschaften, aber schlimm ist die Unwissenheit von Enrique Urbizu. Eduardo Arcos schreibt auf ALT1040:
»Hay mucha desinformación.«
Und er hat Recht. Doch sehen Sie selbst in obigem Video.
[via ALT1040]
Das Bild der EU in Ecuador – Forschungsergebnisse
In diesen Zeiten spricht jeder über die EU, jeder hat eine persönliche, „eigene“ Einstellung zur EU, egal ob diese sich auf die Vorteile durch einfacheres Reisen, eine fast überall einheitliche Währung oder auf Gesetzesänderungen wie das kürzliche Verbot bestimmter Glühlampen bezieht. Auch die Medien in jedem Land der EU zeigen ein bestimmtes Bild der EU. Wie aber wird die EU außerhalb ihrer Grenzen gesehen?
Welches Bild konstruieren die drei ecuadorianischen Tageszeitungen EL UNIVERSO, EL COMERCIO und die Zeitung HOY von der EU? Welches sind die häufigsten Themen in Zusammenhang mit der Europäischen Union und welche Aspekte der EU-Berichterstattung könnten noch verbessert werden? Das neu veröffentlichte Buch „Das Bild der EU in Ecuador“ zeigt die Ergebnisse auf.
Auf die Bedeutung Europa und die EU in Ecuador weisen die Befragten immer wieder hin. Dabei stehen verschiedene Werte und Bilder im Vordergrund. Auf die Frage, welche Themen die Journalisten als sehr häufige Themen in der Berichterstattung über die EU wahrnehmen, wurden die Inhalte Migration, Wirtschaftsthemen, Bananen-verhandlungen und -export, finanzielle und wirtschaftliche Kooperation mit der EU, Gipfeltreffen der EU und Themen rund um den Euro genannt.
Die Themen, die den befragen Journalisten fehlen bzw. die ihrer Meinung nach sehr selten vorkommen, sind Alltagsthemen und kulturelle, wissenschaftliche oder religiöse Aspekte der EU. Fragt man die Experten nach den Bildern und Bewertungen, die sie der EU zuschreiben würden, werden immer wieder vier große Bereiche genannt: „Das Bild der EU in Ecuador – Forschungsergebnisse“ weiterlesen
Plädoyer für E-Books auf Libro de Notas
Marcos Taracido ist nach anfänglichen Zweifeln nun überzeugter E-Book-Leser. Mit Hilfe der freien Software Stanza liest er E-Books auf seinem iPhone und schildert den Grund für seine Begeisterung auf Libro de Notas:
No creo, pues, que los smartphone sustituyan a los dispositivos de lectura electrónica, pero sí que estos tienen mucho que aprender de aquellos y apropiarse de todas sus ventajas, que son muchas. Y ahora sí se lo digo con conocimiento de causa: los libros digitales ya están aquí para quedarse y expandirse como un virus bueno, y su lectura es placentera y gratificante, y rehuirlos o rechazarlos es sólo perderse una experiencia estupenda, y aplazar el futuro.
Auch wenn das Buch keinesfalls durch die elektronischen Varianten der Textweitergabe auf mobilen Endgeräten oder E-Readern verdrängt werden wird, sind die Vorteile, die Marcos Taracido in seinem lesenswerten Artikel schildert, durchaus nachvollziehbar.
Lesen Sie seinen ganzen Artikel auf Libro de Notas: »Yo leo en un iphone«.
Agrarkraftstoffe in Lateinamerika (und anderswo): Audio- und ppt-Dateien des GIGA Forums jetzt online
Das GIGA hat seine Veranstaltung
Landwirtschaft für Tank oder Teller?
Agrarkraftstoffe in Afrika und Lateinamerika
vom 3. Juni 2009 ausführlich auf seiner Homepage dokumentiert. Audio-Dateien, PowerPoint-Präsentationen und Literatur stehen jetzt zum download bereit (und zwar hier).
Viel Spaß beim Hören, Sehen, Lesen, wünscht:
Peter Peetz (GIGA)
Ars Sonora per Podcast und Blog verfolgen
Ars Sonora ist ein ganz und gar ungewöhnliches Programm auf Radio Clásica. Immer Samstags von Mitternacht bis ein Uhr ausgestrahlt und dankenswerterweise als Podcast abonnierbar, d.h. Sie bestimmen, wann Sie das Programm hören. Um was es bei Ars Sonora geht, beschreibt Programmleiter und Sprecher Miguel Álvarez Fernández mit diesen Worten:
Los contenidos del programa están abiertos al Arte Sonoro, en las vertientes de poesía sonora, instalaciones sonoras, performances y radio arte, así como a la Música Electroacústica.En dichos campos se atiende a la actualidad española e internacional, lo que supone realizar programas monográficos dedicados a autores, a temas, a novedades discográficas, a nuevas producciones o a exposiciones, convocatorias, festivales y muestras sobre el arte sonoro y la electroacústica. Permanentemente se buscan nuevos tipos de elaboración y presentación de la emisión, con objeto de estimular la curiosidad y el interés de la audiencia.
Sie können sowohl den Podcast abonnieren, als auch das Blog, in dem Woche für Woche die Folgen kurz vorgestellt werden. Letzten Samstag ging es etwa unter dem Titel »Trenes diferentes« um elektronische musikalische Umsetzungen von Metro- und Zuggeräuschen:
Los sonidos de los trenes han atravesado los más diversos lenguajes musicales desde hace décadas. Las incursiones pioneras de Pierre Schaeffer en la música concreta es objeto de homenaje en obras de Andrés Lewin-Richter, Carlos D. Perales, Miguel Molina y Eduardo Polonio.
[via Libro de Notas]
Juan Varela: Das Ende des Papiers
Für alle am Thema Journalismus im spanischsprachigen Raum Interessierten ist das Blog Periodistas21 von Juan Varela ein Muss. 2004 bei den Deutsche-Welle-Blog Awards (BOBs) als bestes journalistisches Weblog ausgezeichnet, von Beginn des ciberaBlogs an fester Bestandteil unserer Blogroll (= Auflistung der zur Lektüre empfohlenen Blogs).
In seinem in der Zeitschrift »Foreign Policy« veröffentlichten Artikel »El Final del papel« (hier auch im Format PDF) beschreibt Juan Varela nicht nur den in nüchternen Zahlen dokumentierten Niedergang eines Mediums, sondern liefert eine fundierte Analyse des Zeitungssterbens verbunden mit Fragestellungen, welche Chancen die neuen Medien für eine Informationsverbreitung in der Zukunft bieten. Der studierte Informationswissenschaftler und Journalist fasst seinen Artikel auf Periodistas 21 treffend wie folgt zusammen:
En el texto abordo el problema de la pérdida de valor de la información en el mercado de la abundancia y la rebelión contra un Cuarto Poder tan censurable como los otros a los que debía vigilar.
Pero también que la crisis no es sólo un problema del papel, sino de la propia información, porque su audiencia total se reduce o estanca, en contra de lo que a menudo se piensa, y concita cada vez menor atención, tiempo de lectura.
La solución necesita recuperar el valor social y de mercado de la información con nuevos medios abiertos hacia dentro y hacia fuera, capaces de un información, comercialización y comunicación distribuidas para funcionar como la propia Red, de forma granular y construyendo comunidades de valor alrededor de la información.
Den kompletten Artikel lesen Sie hier: Juan Varela: »El Final del papel«.
Zum Thema Zeitungssterben und Pressekrise haben wir bereits im Januar auf einen Artikel von Alberto Cano hingewiesen: »Die Presse-Krise: Standpunkte aus Spanien«.

