Martí Gómez und Enric González über den Beruf des Journalisten

Jot Down: Martí Gómez y Enric González o el oficio de ser periodista Heute möchte ich Ihnen ein Interview über den Beruf des Journalisten vorstellen, zu dessen Einschätzung man @obdriftwood nur recht geben kann:

Una entrevista de esas que no quieres que acaben nunca…

Auf Jot Down hat der Journalist Enric González seinen Kollegen José Martí Gómez – mit Verlaub: einen alten Hasen im Geschäft der Nachrichtenvermittlung – interviewt:

José Martí Gómez (Morella, 1937) es reportero. El mejor reportero español, en opinión del entrevistador. Más que una entrevista lo que sigue es una charla sobre la vida de Martí y sobre periodismo, muy parecida a muchas otras que durante un tiempo se mantuvieron de forma regular, cada lunes a mediodía y ante un número variable de martinis, en la coctelería barcelonesa Boadas. El encuentro se realiza en un domicilio particular en el que aún es posible fumar puros.

Das Gespräch, von dem man sich in der Tat wünschen würde, es wäre länger gegangen, können Sie hier lesen (und da wir alle nur über endliche Zeitressourcen verfügen, ist es dann doch ganz gut, dass es so lange ist, wie es ist): Martí Gómez y Enric González o el oficio de ser periodista.

22. Lateinamerika Filmtage in Hamburg

Im Dezember finden in Hamburg traditionell die Lateinamerika Filmtage statt. Das ist auch in diesem Jahr wieder so, und zwar in der 22. Ausgabe der Werkschau. Vom 1. bis 14. Dezember zeigt das 3001 Kino zehn Dokumentar- und Spielfilme aus Bolivien, Kuba, Mexiko, Argentinien, Uruguay und Kolumbien.

Zur Eröffnung wird der Film „Herz des Himmels, Herz der Erde“ in Anwesenheit der beiden Regisseure Frauke Sandig und Eric Black:

Was verbirgt sich hinter dem Mythos des Mayakalenders? Sechs junge Maya aus Chiapas und Guatemala lassen teilhaben an ihrem Leben, ihrer Kosmovision und ihrem Widerstand gegen die Ausbeutung der Erde. Am viel beschworenen Ende des Maya-Kalenders 2012, so begreifen sie, steht die Möglichkeit eines Neuanfangs: „Die Zeit ist wie ein Kreis“. Es ist eine Dokumentation über die Auswirkungen der Globalisierung anhand des Schicksals der Mayas.

Sehen Sie hier den Trailer des Films, der am gleichen Tag seine Deutschland-Premiere (Info) feiert:

Das gesamte Programm der durchweg (!) empfehlenswerten Filme finden Sie in deutscher und spanischer Sprache in der Übersicht auf den Seiten des 3001 Kinos, auch zum Herunterladen als 2-seitiges PDF.

Ein Jahr nach seinem Tod: Tagebücher von Berlanga aufgetaucht

Diarios de Berlanga - Artículo El PaísHeute vor einem Jahr ist Luis García Berlanga gestorben. An seinem ersten Todestag berichtet El País nun von einer Entdeckung, die zeigt, dass mehr als ein begnadeter Regisseur in ihm steckte. Die Tagebücher aus seiner Zeit in der División Azúl hatte Berlanga dem Verleger Miguel Losada überlassen – auch zur Überraschung der Familie, die nichts von ihrer Existenz wusste:

Uno de los cuadernos ni siquiera tiene tapas y el hilo que cose las páginas vive sus últimos estertores. Es el más antiguo, porque en él están los apuntes del colegio y los poemas escritos aún en España, entre ellos el dedicado a Federico García Lorca. El otro, una libreta con las páginas pegadas por su borde superior, todavía conserva la contraportada

[…]

Los cuadernos confirman que Berlanga era un gran escritor. Que el cine ganó un genio, pero que la poesía perdió a un artista. Tanto Losada como Rodríguez repiten: „Él quería haber sido considerado poeta“. Ahora ya podemos leer por qué.

Lesen Sie den Artikel von Gregorio Belinchón (@gbelinchon) auf El País:
Mis recuerdos de la División Azul.

Update 24.11.2011: Academia de Cine: Los cuadernos inéditos de Berlanga.

Literatura de Todos los Santos

Literatura de Todos los Santos Passend zum Día de los Muertos geht Jordi Soler in El País der Frage nach, ob die Literatur Trost spenden kann, wenn man einen lieben Menschen verloren hat. Im Artikel «Literatura de Todos los Santos» untersucht er das Verhältnis von Schriftstellern, Lesern und Werk in bezug auf die Trauer:

«Estas historias escritas desde el dolor que produce la muerte de alguien muy querido, cuyo filón terapéutico no tiene nada que ver con los libros de autoayuda, han ido llegando en los últimos meses a las librerías, como una versión actual de esa escritura de duelo que ha existido siempre en la literatura, comenzando por Hamlet, ese melancólico arquetípico que va arrastrando la muerte de su padre, una pena que lo parte en dos y que tiene que purgar solo, con una intensidad que es la sustancia de la historia, porque Gertrude, su madre, ya se ha ido con su tío Claudio.»

Grafik: Literatura de Todos los Santos – EULOGIA MERLE, El País

[via Libro de Notas]

Spanisch- und portugiesischsprachiges Kino beim Filmfest Hamburg

Vitrina Filmfest Hamburg Auf dem Filmfest Hamburg (30.9. – 8.10.2011) bietet sich in diesem Jahr die sehr gute Chance, einen Einblick in verschiedene spanisch- und portugiesisch-sprachige Dokumentar- und Spielfilme aus Lateinamerika und Spanien zu bekommen. Die in der Sektion Vitrina zusammengefassten 13 Filme werden jeweils in der Originalversion mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt.

Besonders ans Herz legen möchte ich Ihnen den argentinischen Film Las Acacias (Filminfo & Termine beim Filmfest Hamburg) von Pablo Giorgelli, der in Cannes mit der Camera d’Or als bestes Regiedebut ausgezeichnet wurde und der gerade am vergangenen Wochenende in San Sebastían mit dem Preis Premio Horizontes Latinos als bester lateinamerikanischer Film prämiert wurde, wo ich die Chance hatte den Film zu sehen und den Regisseur im Kolloquium zu erleben. Der eigentliche „Star“ des Films ist ein fünf Monate altes Baby, das laut Aussage des Regisseurs den Rhythmus der Dreharbeiten vollkommen bestimmte. Die Blicke, die das kleine Mädchen mit den ausdrucksstarken Augen den Mitakteuren und dem Publikum schenkt, sind äußerst sehenswert. Der Film als solcher aber auch. Wortkarge Bildgewalt im argentinischen Roadmovie. Hier einen kurzer Trailer von Las Acacias:

Klassische Texte der spanischen Literatur. 25 Einführungen vom Cid bis Corazón tan blanco

Klassische Texte der spanischen Literatur. 25 Einführungen vom Cid bis Corazón tan blanco

Mit diesen Worten informiert der Metzler Verlag über das gestern erschienene Werk «Klassische Texte der spanischen Literatur. 25 Einführungen vom Cid bis Corazón tan blanco» (Amazon) von Prof. Dr. Hans-Jörg Neuschäfer:

Worum geht es eigentlich in Calderóns „La Dama duende“?­ Wann­ wurde ­„Don­ Quijote“­ verfasst?­ Was ­ist­ das ­Besondere­ an ­„Corazón­ tan ­blanco“­ von­ Javier­ Marías?­ Anschauliche­ Einführungen ­fassen­ die­ wichtigsten­ Merkmale ­zu­ 25 ­Hauptwerken­ der spanischen­ Literatur ­zusammen.­ Neben­ einer­ Inhaltsübersicht­ werden ­Form,­ Gestaltung, ­Entstehungskontext­ und­ weitere ­Hintergründe­ dargestellt.­Interpretationsvorschläge ­und­ zahlreiche ­Beispiele­ helfen­ bei­ der­ Analyse­ der­ Texte.­ Die ­ideale ­Ergänzung ­zur ­Spanischen­ Literaturgeschichte.

Neuschäfer entkräftet in seinem Vorwort den Vorwurf, man solle es den Studierenden mit Einführungen nicht all zu einfach machen, mit durchaus schlüssigen Argumenten. Selbiges ist im online einsehbaren Vorwort nachzulesen. Der Verlag stellt auch ein Probekapitel im Format PDF (127 kb) zum Download bereit. Auf der Website von Neuschäfer gibt es auch ein detailliertes Inhaltsverzeichnis.

Das cibera-Team freut sich natürlich, dass die Virtuelle Fachbibliothek im Bereich Recherche genannt und empfohlen wird. Ebenfalls nachzulesen im Vorwort):

Am Ende eines jeden Kapitels stehen Hinweise auf die benutzten Ausgaben. Es sind meist solche, die einen Kommentar enthalten. Es schließt sich eine knappe Bibliographie an, […]. Darüber hinaus sei auf leicht zu erschließende online-Zugänge verwiesen: die von Christoph Strosetzki herausgegebene Bibliographie der deutschen Hispanistik, die Biblioteca virtual Cervantes und den Katalog der Madrider Nationalbibliothek, nicht zu vergessen das speziell die hispanistische Forschung dokumentierende Web-Portal cibera.

Google gedenkt Borges

Mit ihren Google Doodles (Archiv), den aus bestimmten Anlässen motivisch gestalteten Google-Logos, weist die Kreativabteilung der Suchmaschine auf besondere Anlässe hin. Heute ehrt Google Jorge Luis Borges, der vor 112 Jahren, am 24. August 1899 in Buenos Aires auf die Welt gekommen war. (Update: nicht nur – wie ich zuerst schrieb – das spanischsprachige Google, sondern auch das deutsche und auch Google weltweit.)

Was Borges von der Beschäftigung mit Verstorbenen hielt, kann in »El dulce señuelo de la inmortalidad« nachgelesen werden. 😉

[@apisanti]