Paco Ignacio Taibo II: 8 Thesen und viele Fragen zum Drogenkrieg in Mexiko

Paco Ignacio Taibo II Der mexikanische Schriftsteller Paco Ignacio Taibo II veröffentlicht in seinem Aufsatz «México: Narcoviolencia. Ocho tesis y muchas preguntas» 8 Thesen und viele Fragen rund um den menschenverachtenden Drogenkrieg in Mexiko, der vor allem im Norden des Landes, in den Grenzregionen zur USA, sein Unwesen treibt und bis dato zigtausende Menschenleben gefordert hat.

Calderón pactó el inicio de esta guerra con el presidente Bush, ni siquiera con el entonces recién llegado Obama. Y la pactó en términos de ofrecerla en bandeja. Y la pactó en condiciones absurdas. La guerra contra el narco no era, no debería ser, una guerra mexicana, porque era, es en esencia, una guerra estadounidense, generada por el mayor consumo de droga a escala planetaria, el que se producía dentro del territorio de Estados Unidos. Así, la propuesta mexicana no debió haber pasado de una oferta de apoyo a una guerra que debería librarse en territorio gringo, combatiendo las redes de distribución, las estructuras financieras, controlando la frontera. En su territorio, no en el nuestro. Pero no fue así. En tres años no ha habido más de media docena de operaciones importantes de aquel lado de la frontera, mientras que de éste se ha desatado la más sangrienta de las confrontaciones que hemos tenido los mexicanos desde la guerra cristera.

Lesen Sie den kompletten Text von Paco Ignacio Taibo II:
«México: Narcoviolencia. Ocho tesis y muchas preguntas».

Foto: Ausschnitt aus Foto auf Wikipedia

[via Libro de Notas]

Ist die Zukunft des Buches eine elektronische? Nicht nur, aber auch.

Wenn man den kolumbianischen Architekten, Webgestalter und Dozenten Pablo Arrieta in der Buchhandlung El Virrey in San Isidro, Lima über die Vergangenheit und die Zukunft des Buches reden hört, wird einem klar, dass – wie immer in der Geschichte der Medien – die neuen Medien meist nicht die alten ersetzen, sondern diese ergänzen.

A estas alturas estamos convencidos de que el libro papel no va a desaparecer, pero ¿El libro electrónico acaso lo complementará?

El libro electrónico y el libro de papel son grandes amigos. Hay veces que leeremos en pantallas y otras en papel. Así como hay teatro y hay cine, lo mismo va a pasar con la literatura. Ahora bien, las narraciones van a ser distintas. Lo que no permite hacer el papel sí lo permite hacer la pantalla: meter video, meter sonido, meter interactividad. En el papel es realmente imposible hacer esto.

Lesen Sie das komplette Interview mit Pablo Arrieta im peruanischen Blog Leer por gusto.

Soziale Innovation zur Leseförderung: Biblioburro

Biblioburro, die Bibliothek auf dem Esel, ist vielleicht eines der schönsten Bibliotheksprojekte der Welt. Es kommt mit sehr einfachen Mitteln daher (zwei Esel und mittlerweile wenige Tausend Bücher) und ist von geradezu anrührender Schlichtheit. Und doch von einer durchdachten Philosophie getragen, die man nicht unterschätzen sollte.

Das Projekt von Luis Soriano aus La Gloria, Kolumbien, ist bekannt, mittlerweile auch schon in einem Dokumentarfilm von Carlos Rendón Zipagauta, Biblioburro – the donkey library, verfilmt (dazu weiter unten mehr). Amalio A. Rey hat das Projekt anhand obigen Videos dieser Tage nochmals untersucht und ist in seinem lesenswerten Artikel Un poeta hacedor de innovación social vollkommen zurecht voll des Lobes für so viel Engagement zur Leseförderung in benachteiligten Gebieten. Das Management-Talent des doch recht ungewöhnlichen Bibliothekars Luis Soriano Borges macht er an folgenden Zitaten aus dem Film fest:

  • “Si no tienen biblioteca, hay que inventarla, hay que llevársela: Los que viven campo hacia dentro, a 15 y 20 kms. de la carretera, ¿quién les enseña?”
  • “El criterio que tengo sobre donde deben ir los biblioburros lo tengo bien escrito y bien pensado…” (vaya, con “plan de negocio” y todo…)
  • “Este es un trabajo a largo plazo, donde vamos a cultivar colombianos con mentalidad critica, con mentalidad constructiva, y con mucha imaginación” = Es que lo pienso y lo digo: ¿Se puede plantear un reto mejor? ¿Tenemos gente por aquí con las ideas tan claras? ¡¡largo plazo, sí señor, he escuchado LARGO PLAZO!!

Wer des Spanischen nicht mächtig ist, mag sich den Beitrag in diesem AlJazeera-Artsworld-Bericht (ab 5:35) auf Englisch anschauen. Empfehlenswert ist auch der folgende englisch untertitelte Filmausschnitt aus der bereits angesprochenen Dokumenation von Carlos Rendón Zipagauta, Biblioburro – the donkey library:

Weitere Info: NY Times: Acclaimed Colombian Institution Has 4,800 Books and 10 Legs

Mapa sonoro de la literatura actual en castellano

Mapa sonoro de la literatura actual en castellano

Eine gute Möglichkeit Einblick in neue literarische Texte unterschiedlicher Genres aus Lateinamerika und von der Iberischen Halbinsel zu bekommen, bietet die 24ª Feria Internacional del Libro de Guadalajara (FIL 2010). Da nicht jeder mal so eben vor Ort in Mexiko dabei sein kann, ist die im Literaturblog Papeles Perdidos von El País vorgestellte »Mapa sonoro de la literatura actual en castellano« eine willkommene Alternative zum Besuch vor Ort:

Durante la 24ª Feria Internacional del Libro de Guadalajara (FIL), México, veinte escritores poco conocidos a nivel hispanohablante, pero con gran futuro, uno por cada país de lengua castellana, trazarán en un audio la situación actual de la literatura de nuestro idioma. Cada día un grupo de ellos analizará los diferentes géneros literarios.

Bolivien im Umbruch. Der schwierige Weg der Neugründung

Bolivien im Umbruch. Der schwierige Weg der Neugründung

… ist sowohl vom Thema als auch vom Zeitpunkt her in hohem Maße aktuell. Das Buch wendet sich an alle, die an den politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Prozessen in dem lateinamerikanischen Land interessiert sind. Es ist so konzipiert, dass sich sowohl „Einsteiger“ als auch „Experten“ angesprochen fühlen. Es kommen 21 Publizisten und Wissenschaftler aus Bolivien, Peru, den USA sowie Deutschland zu Wort. Besonders die fünf bolivianischen Autoren verleihen dem Band einen interkulturellen Erfahrungshintergrund. Welch hohen Stellenwert die Einbeziehung dieser Perspektive im Gesamtkonzept besitzt, wird nicht zuletzt daran deutlich, dass die indigenen Völker sowohl des bolivianischen Tieflandes (Beitrag von Jhonny Lazo) als auch des Altiplano (Beitrag von Simón Yampara) würdig vertreten sind. Auch die Umweltthematik hätte ohne die Mitarbeit von Jorge Choquehuanca und Carlos de Ugarte von der Schutzgebietsbehörde SERNAP unberücksichtigt bleiben müssen. Muruchi Poma, aus dessen Feder auch die erste deutschsprachige Biographie über Evo Morales stammt, analysiert die jüngsten Wahlen sowie das neue Wirtschaftsmodell der Regierungspartei MAS. Insgesamt vermittelt der Sammelband einen Überblick zu allen wichtigen Aspekten der Entwicklung Boliviens von der Unabhängigkeit bis zum gegenwärtigen Prozess der Neugründung. Neben den bereits genannten zählen dazu vor allem Verfassungsgebung, Medien, Demographie, Agrarreform, natürliche Ressourcen, interkulturelle Beziehungen, Drogen- und Außenpolitik.

Ausführliche Informationen auf den Seiten von Quetzal.

GIGA Focus Lateinamerika: Wahlen in Brasilien: von Lula da Silva zu Dilma Rousseff

GIGA Focus Lateinamerika Nr. 11/2010:  Wahlen in Brasilien: von Lula da Silva zu Dilma Rousseff Bemerkenswert, wie rasch die Reihe GIGA Focus stets aktuelle Themen aufgreift und analysiert. Aktuelles Beispiel: die heute erschienene Ausgabe GIGA Focus Lateinamerika (Nr. 11/2010) mit dem Titel »Wahlen in Brasilien: von Lula da Silva zu Dilma Rousseff«:

– Entscheidend für den Wahlsieg Dilma Rousseffs war die vorbehaltlose Unterstützung ihres politischen Ziehvaters, Präsident Luiz Inácio „Lula“ da Silva. Als Ministerin im Präsidialamt galt sie darüber hinaus als Architektin seiner erfolgreichen Politik.

– Ob Rousseff, die in große Fußstapfen tritt, nur eine Übergangslösung nach russischem Vorbild ist, muss abgewartet werden. Ausschließen mochte da Silva, der weiterhin über eine immense Popularität verfügt, eine dritte Amtszeit jedenfalls nicht.

– Inhaltlich wurde vor allem auf dem Feld der Sozial- und Wirtschaftspolitik gestritten. Das klare Votum für Rousseff ist ein Mandat für die Fortsetzung der Umverteilungspolitik zur Eindämmung der sozioökonomischen Gerechtigkeitslücke.

Die komplette Analyse von Daniel Flemes und Anne Marie Hoffman kann als 8-seitiges PDF auf den Seiten von GIGA Focus heruntergeladen werden.

Kann Lateinamerika die Millennium Development Goals erreichen?

GIGA Focus Lateinamerika 10/2010

GIGA Focus Lateinamerika

Vom 20. bis 22. September 2010 fand in New York ein hochrangiges Gipfeltreffen der Vereinten Nationen statt, um die bisherigen Fortschritte bei den Millennium Development Goals (MDGs) zu ermitteln und um darüber zu diskutieren, unter welchen Voraussetzungen die Ziele in der verbleibenden Zeit bis 2015 noch erreicht werden können. Auch die Länder Lateinamerikas standen auf dem Prüfstand.

Analyse
Für vier von acht MDGs bewerten die Vereinten Nationen die bislang erzielten Fortschritte in Lateinamerika als unzureichend. Dabei sind die Ergebnisse von Land zu Land sehr unterschiedlich. „Kann Lateinamerika die Millennium Development Goals erreichen?“ weiterlesen

Kaffee-Welten: Netzwerke zwischen Norddeutschland und Zentralamerika

Kaffee ist nicht nur ein beliebtes Getränk und für viele Menschen unverzichtbarer Bestandteil des Alltags: Kaffee vernetzte auch unterschiedliche Welten. Über den Kaffee entstanden vielfältige Verflechtungen zwischen Norddeutschland und den kaffeeproduzierenden Regionen in aller Welt. Wirft man z.B. einen Blick auf die Landkarte der Grenzregion zwischen Mexiko und Guatemala finden sich dort Namen wie Germania, Hamburgo und Nueva Alemania. Welche Geschichten verbergen sich dahinter? Der Schlüssel zur Erklärung liegt in der Geschichte des Kaffeehandels.

Die Kaffeeanbauregion Soconusco in Chiapas Im Folgenden präsentiere ich Ergebnisse des von der DFG finanzierten Forschungsprojekts „Kaffee-Welten“, das im letzten Jahr an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg abgeschlossen wurde. Ziel des Projekts war es, die Handelsnetzwerke zwischen Norddeutschland und Zentralamerika und die Biographien der Akteure im Kaffeehandel zu erforschen.

Kaffee-Welten in Norddeutschland und Zentralamerika

Hamburg und Bremen waren als Hafenstädte die wichtigsten Zentren der deutschen Kaffeewirtschaft. Schnell ergriffen norddeutsche Kaufleute die Gelegenheit, mit dem Genussmittel Geschäfte zu machen. Sie schlossen sich in Hamburg im Verein der am Caffeehandel betheiligten Firmen zusammen, der in der Speicherstadt seinen Sitz hatte. Dort befand sich auch die 1887 gegründete Kaffeebörse. Hier schlossen die Händler Geschäfte ab, beobachteten die Preisentwicklung, tauschen Gerüchte aus und schmiedeten Allianzen.
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