Social Media im Drogenkrieg in Mexiko

Twitter-Account @ValorTamaulipas

Was Menschen auf sich nehmen, die Soziale Netzwerke zur Aufklärung über das organisierte Verbrechen einsetzen, ist auf Spiegel Online im Interview mit einem mexikanischen Aktivisten zu lesen. Der Betreiber des Twitter-Accounts @ValorTamaulipas lebt in einem Zustand ständiger Bedrohung, da er über das Treiben der Kartelle informiert. Im Interview schildert er seine Beweggründe und erklärt, warum er vom Staat kaum Hilfe erwarten kann:

SPIEGEL ONLINE: Was hat Sie dazu bewogen, die Seite „Valor por Tamaulipas“ aufzubauen?

Antwort: Es war die Ohnmacht angesichts der Situation, die wir hier in Tamaulipas erleben. Ich wollte etwas ändern. Ich habe mich denen angeschlossen, die schon in den Sozialen Netzwerken aktiv sind. Ich wollte eine zusätzliche Informationsquelle schaffen, damit die Menschen hier wissen, wo ihnen Gefahr droht.

Weiter auf Spiegel Online: „Die Zeit wird zeigen, was mit mir passiert„.

In einem weiteren Artikel auf Spiegel Online berichtet Klaus Ehringfeld über den Einsatz von Social Media im Drogenkrieg in Mexiko: «Bloggen unter Lebensgefahr».

Im Spiegel auch erwähnt: der Fall der 39-jährigen Journalistin María Elizabeth Macías Castro, die im September 2011 ermordet wurde, weil sie sich auch im Kampf gegen die Drogenkartelle engagiert hatte. El País hat damals über den Fall berichtet: «El crimen organizado mexicano trata de amordazar a las redes sociales».

Marinaleda – Die Rote Insel (fern der Krise?)

Mehrzweckhalle Marinaleda

Im Rahmen der Berichterstattung über die Krise in Spanien wird gerne auf das außergewöhnliche andalusische Dorf Marinaldea verwiesenvgl. Frankfurter Rundschau : Das kommunistische Dorf, 23.03.2012, das von seinen 3.000 Bewohnern selbst verwaltet wird. Letzte Woche hat sich die taz nach Marinaleda begeben und versucht das Geheimnis der von der Krise offenbar verschonten „Roten Insel“ zu durchleuchten:

Dorfwappen Marinaleda

In der Krise erscheint das andalusische Dorf Marinaleda mit seiner kollektiven Verwaltung vielen Spaniern als Hort der Sicherheit und Vollbeschäftigung.
[…]
Da niemand in Marinaleda mehr als 15 Euro für die Hypotheken abzahlt, geht es den Menschen dort jedoch anders als in vielen anderen Orten gut. Die Finanz- und Wirtschaftskrise ist bislang an Marinaleda vorbeigezogen wie eine Karawane am Horizont. Aber die Krise ist ja auch ein Produkt des 21. Jahrhunderts. Gegen die Auswirkungen war Marinaleda bislang mit politischen Rezepten aus dem 19. und 20. Jahrhundert gewappnet. Alle gemeinsam für das Wohlergehen aller oder, wie Nicolás sagt: „Somos muy solidarios.“

Lesen Sie weiter auf taz.de: Die Rote Insel.

Foto: Wikipedia

Kulturprogramm des Instituto Cervantes Hamburg im Februar 2013

18.01. – 16.02

AUSSTELLUNG

FR, 20.00 UHR

Ravenborg. Pan y Vino La Misión


DAS FOTOGRAFISCHE WERK VON JORDI BERNADÓ

 

Ravenborg. Pan y Vino La Misión präsentiert zum ersten Mal in Hamburg Werke von Jordi Bernadó. Der katalanische Fotograf (Lleida, 1966) setzt sich mit provozierender Ironie mit den Widersprüchen der urbanen Landschaften auseinander. Der ausgebildete  Architekt widmet sich seit Jahren nur noch der Fotografie, die er als geeignetes Medium versteht, um Gebäude und Orte, aber auch Anschauungen und Einstellungen sichtbar zu machen und  zu definieren. Seine Arbeiten  wurden von bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen erworben, und in  zahlreichen Einzel- und  Gruppen-ausstellungen national und international präsentiert.

 

Weitere Information: http://www.jordibernado.com/

ORT: Ravenborg. Pan y Vino La Misión ǀ  Elbchaussee 520 ǀ  22587 Hamburg

Tel: +49(0)40 – 39 33 44  Fax: +49(0)40 – 39 10 99 77 www.ravenborg.de

Jordi  Bernadó

 

 

 

 

 

 

 

 

„Kulturprogramm des Instituto Cervantes Hamburg im Februar 2013“ weiterlesen

Emilia Pardo Bazán: Der Blutstropfen

Emilia Pardo Bazán Hörspielfreunde mit Faible für spanische Kultur sollten heute Nacht DLF einschalten – oder mit dem praktischen dradio-Recorder die Sendung zur Aufnahme programmieren. Gesendet wird heute Nacht (Fr. auf Sa.) von 0:05-01.00 Uhr «Der Blutstropfen» von Emilia Pardo Bazán (1851-1921). Das Hörspiel basiert auf «La gota de sangre», erschienen 1911 in «Los Contemporáneos». Hörspiel-Bearbeitung und Regie: Edmund Steinberger. Mit Herbert Bötticher, Norbert Naegele, Georg Kostya, Christian Marschall, Fritz Wilm Wallenborn, Marlies Schoenau, Alexander Malchovsky, Percy Adlon u.a.; BR 1966:

Die Merkwürdigkeiten dieses Abends beginnen für Emilio Gonzales mit einer grundlosen Rangelei im Kino und einem frischen Blutstropfen auf dem weißen Hemd seines Nebenmannes. Auf dem Heimweg entdeckt Emilio in einer Baustellengrube nahe der eigenen Haustür einen unbekannten Toten.

Weitere Informationen von und über Emilia Pardo Bazán finden Sie auch in der Metasuche von ciberacibera.

Dazu passend eine Dokumentation con Cervantes Virtual: Vida y obra literaria de Emilia Pardo Bazán:

Foto oben rechts: Emilia Pardo Bazán: Wikipedia