Kulturprogramm des Instituto Cervantes Hamburg November 2020

VORTRAGSREIHE (auf Spanisch)
Ursprungsmythen: die Germanen, al-Andalus – der Kampf um die Narrative auf der Iberischen Halbinsel I El mito germánico y el mito árabe. Lucha de relatos en la península ibérica en la Antigüedad.

Der Germanenmythos in der Konstruktion Spaniens I El mito germánico en la construcción de España. 
Referent I Ponente: Prof. Dr. Pablo Díaz Martínez (Universidad de Salamanca – RomanIslam Center, Universität Hamburg), Einführung: Prof. Dr. Sabine Panzram (RomanIslam Center, Universität Hamburg)
11. November , 19 Uhr
Eintritt frei. Die Veranstaltung findet per Videokonferenz über Zoom statt. Bitte schreiben Sie an cultham@cervantes.es, um den Link zur Videokonferenz zu erhalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt. I Actividad gratuita en línea a través de videoconferencia por zoom. Para registrarse deberá escribirnos al correo electrónico cultham@cervantes.es. Unos días previos a la conferencia recibirá el enlace para acceder a ella. El límite de participantes es de 100 personas
 

Alle Völker und Länder haben stets nach einem historischen Bezug zur Gegenwart gesucht, wobei jede Generation diesen historischen Bezug entsprechend ihren Vorstellungen angepasst hat. Die hispanische Geschichte ist und war äuβert komplex und die Suche nach einer einheitlichen Geschichte, die sehr unterschiedliche Sachverhalte zusammenführen sollte, ist ein seit langem bestehendes Problem.

Unter den verschiedensten Interpretationen, die Spanien nach einem vereinigenden Ursprung zu definieren suchte, ist keine so dauerhaft und erfolgreich gewesen wie das Gotenmythos. Ein germanisches Volk, ein Eindringling, dem jede lokale Tradition fremd war, erscheint seit dem 8. Jahrhundert als Ursprung für das Spanisch-Sein. Die verschiedenen aufstrebenden christlichen Monarchien, die sich als Reinkarnation jener gotischen Linie sahen, stellten sich ein vereinigtes Spanien als Restauration des germanischen Königreichs vor, das die Halbinsel im 6. Jahrhundert vereinte. Vortrag in spanischer Sprache.

La búsqueda de un pasado ajustado a las necesidades de justificar el presente es una necesidad que cada pueblo y país ha recorrido, y que ha ajustado a las exigencias de cada generación. La realidad histórica hispana ha sido y es realmente compleja, y la búsqueda de un pasado común capaz de aglutinar realidades dispares ha sido un problema de larga duración.

De las distintas lecturas que pretendieron dotar a España de una ancestralidad unificadora ninguna ha tenido un recorrido tan largo y eficaz como el mito godo. Un pueblo germano, invasor y ajeno a cualquier tradición local, emerge, desde el siglo VIII, como el responsable de una españolidad que las distintas monarquías cristianas emergentes parecen empeñadas en restaurar, erigidas en reencarnación de esa estirpe goda imaginan una España unificada como una restauración del reino germano que unificó la península en el siglo VI.


FILMDOKUMENTATION
Después de… (Nachdem…) mit englischen Untertiteln.
Kostenfreie Sichtung über die Website des Instituto Cervantes ab 13. November, 20 Uhr bis 15. November 20 Uhr

Zur Anmeldung schicken Sie bitte eine Email an cultham@cervantes.es.


Vom Franco-Regime zur Demokratie – Spaniens „Transición”.

Die zweiteilige Filmdokumentation von Cecilia und José Juan Bartolomé zur Podiumsdiskussion im KörberForum am nächsten Tag.

Der von April 1979 bis Februar 1981 gedrehte Dokumentarfilm versucht, die Gefühle des spanischen Volkes während des Übergangs zur Demokratie und die Konflikte, denen sich eine demokratische Normalität zu stellen hatte, widerzuspiegeln. Die Dokumentation ist in Anlehnung an Patricio Guzmáns Die Schlacht um Chile” gedreht, und enthält Interviews und Zeugenaussagen, die die Reaktionen der spanischen Bürger auf den Prozess des politischen Wandels festhalten. Auch greift er Beiträge von politischen und gewerkschaftlichen Führern auf und skizziert damit ein breites Meinungsspektrum. Die Erinnerungen, die dabei aufgezeichnet werden, umfassen Kämpfe und Forderungen verschiedenster sozialer Gruppierungen und brechen dadurch mit der Idee eines auf Konsens beruhenden Übergangs zur Demokratie. Der Dokumentarfilm spürt die Atmosphäre vor dem Putschversuch vom 23. Februar 1981 auf und verweist auf seine Ursachen, Hintergründe und Folgen.

Einführung: Cecilia Bartolomé (Alicante, *1943). Die Filmemacherin, Drehbuchautorin und Produzentin ist eine Pionierin des spanischen Kinos. Sie verbrachte ihre Kindheit und Jugend in Äquatorialguinea während der spanischen Kolonialzeit, zog dann nach Madrid, um dort an der Filmhochschule zu studieren und war eine von drei Frauen, die damals ihren Abschluss in Filmregie machten. Das Internationale Filmfestival von Gijón verlieh ihr den Preis „ Mujeres de Cine 2012” (Filmfrauen 2012), 2014 wurde sie mit der „Goldenen Verdienstmedaille der Schönen Künste” von Spanien ausgezeichnet und 2018 wurde sie mit dem Sonderpreis der Akademie für audiovisuelle Medien von Valencia geehrt.

ONLINE-GESPRÄCH
¨ Vorwärts nur mit Rückspiegel¨
16. November 2020, 19 Uhr
Panel: Prof. Dr. Jordi Gracia (Universidad de Barcelona), Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum (Zentrum für Antisemitismusforschung, TU Berlin).
Moderation: Juan Moreno (Journalist).
Mit Simultanübersetzung.

Update: Diese Veranstaltung bietet die Körber-Stiftung ausschließlich digital im Livestream an: https://www.koerber-stiftung.de/veranstaltungsuebersicht/vorwaerts-nur-mit-rueckspiegel-3084

Krisen wie Covid-19 wirken wie ein Stresstest für unsere Gesellschaften und Demokratien. Der spanische Literaturwissenschaftler Jordi Gracia und die deutsche Historikerin Stefanie Schüler-Springorum glauben, dass ein Blick zurück auf die Zeit der Übergänge von Diktaturen zu Demokratien hilft, aktuelle Krisen und Debatten in Spanien wie in Deutschland besser zu verstehen. Welche Bedeutung hat das historische Erbe, und welche Erkenntnisse für aktuelle Herausforderungen bringt eine Rückschau?

Bei der Podiumsdiskussion wird neben den historischen Hintergründen beider Länder insbesondere auch auf gegenwärtige Auswirkungen und damit verbundener gesellschaftlicher und politischer Probleme und Konflikte eingegangen. So werden unter anderem folgende Fragen diskutiert: Wie spiegelt sich der Umgang mit Diktaturgeschichte in Spanien und Deutschland im Rahmen der aktuellen Corona-Krise wieder? Wie wird das Thema heute durch populistische Parteien in beiden Ländern instrumentalisiert?

Nominación de la biblioteca de Hamburgo Sergio Ramírez

ONLINE-GESPRÄCH MIT SERGIO RAMÍREZ & LUTZ KLICHE
24.11.2020, 19 Uhr
Eintritt frei. Die Veranstaltung findet in einer Videokonferenz über Zoom statt. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Anmeldung unter: bibham@cervantes.es , 040-530 205 29-0.

Die Bibliothek Sergio Ramírez des Instituto Cervantes Hamburg freut sich, ein Jahr nach ihrer Namensgebung zu einem Online-Gespräch mit dem nicaraguanischen Schriftsteller und dem Übersetzer Lutz Kliche einzuladen. Sie werden über das Werk von Sergio Ramírez, seine zukünftigen Projekte sowie über das Leben in Zeiten der Pandemie sprechen.

ONLINE-GESPRÄCH
Die Wissenschaft auf der Suche nach der ewigen Jugend
25.11.2020, 19 Uhr
Referent: Dr. Manuel Collado (Investigación Sanitaria de Santiago de Compostela). Einführung: Dr. César Muñoz-Fontela (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin).
Mit Simultanübersetzung.

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet per Videokonferenz über Zoom statt. Bitte schreiben Sie an cultham@cervantes.es, um den Link zur Videokonferenz zu erhalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt..

Die Lebenserwartung des Menschen hat sich im letzten Jahrhundert mehr als verdoppelt. Dazu haben die Verbreitung wissenschaftlicher Forschungsmethoden in der modernen Medizin und dadurch das Wissen über die Entstehung von Krankheiten und die daraus folgenden therapeutischen Strategien sowie die Zunahme der hygienischen Bedingungen beigetragen. Jedoch steht die Erforschung der molekularen Ursachen des Altern und damit auch die Möglichkeiten es zu verlangsamen noch am Anfang. Ein fruchtbarer Boden für Scharlatanerie. Was ist wahr und möglich bei der ¨Behandlung¨des Altern?
Dr. Collado leitet seit 2012 am Institut für Gesundheitsforschung von Santiago de Compostela (IDIS) die Forschungen über Stammzellen bei Krebs und Alterung. Sein Forschungsschwerpunkt der letzten Jahre liegt auf dem Gebiet der Krebserkrankungen und der Mechanismen der Tumorunterdrückung im Prozess der Zellalterung.

In Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der spanischen Botschaft in Berlin und dem Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin.


VORTRAGSREIHE (auf Spanisch)
Ursprungsmythen: die Germanen, al-Andalus – der Kampf um die Narrative auf der Iberischen Halbinsel.I I El mito germánico y el mito árabe. Lucha de relatos en la península ibérica en la Antigüedad.

Ludwig XIV., Versailles und Madinat al-Zahra – ein Vorbild der höfischen Gesellschaft? I Luis XIV, Versalles y Madinat al-Zahra: ¿un modelo de sociedad de corte?

Referentin I Ponente: Elsa Fernandes Cardoso, Einführung I Presentación: Prof. Dr. Sabine Panzram (RomanIslam Center, Universität Hamburg)
26. November , 19 Uhr

Eintritt frei. Die Veranstaltung findet per Videokonferenz über Zoom statt. Bitte schreiben Sie an cultham@cervantes.es, um den Link zur Videokonferenz zu erhalten. Die Teilnehmerzahl ist auf 100 Personen begrenzt. Actividad gratuita en línea a través de videoconferencia por zoom. Para registrarse deberá escribirnos al correo electrónico cultham@cervantes.es. Unos días previos a la conferencia recibirá el enlace para acceder a ella. El límite de participantes es de 100 personas.

Die Palaststadt von Medina Azahara, die im 10. Jahrhundert von den umayyadischen Kalifen von Cordoba erbaut wurde, spiegelt die Existenz einer komplexen Gesellschaft wider. Dabei gilt das Modell der westlichen Hofgesellschaft und insbesondere das des Versailler Hofes Ludwigs XIV. nach wie vor als das normative und sogar ursprüngliche Paradigma dessen, was ein Hof sein sollte. Bezeichnungen wie Pforte oder Tor kennzeichnen die islamische Hofgesellschaft, wie das emblematische Beispiel der osmanischen Erhabenen Pforte bzw. des Kaiserlichen Tors. Dieser Vortrag setzt sich mit den Konzepten und Besonderheiten des islamisch geprägten Modells der höfischen Gesellschaft auseinander und versucht dabei, sich von der vorherrschenden Rolle, die nach wie vor von der westlichen – und sogar östlichen – Terminologie und dem entsprechenden Kanon geprägt ist, zu entfernen.

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