Graphic Novel: aus dem Nichts zum Boom in 5 Jahren

Comics auch ein Thema auf der Feria del libro in Madrid Die in diesen Tagen zu Ende gehende Feria del libro in Madrid (31. Mai bis 16. Juni 2013) widmet sich auch dem immer wichtiger werdenden Comic-Segment. Beim Comic im literarischen Sinne sprechen wir natürlich von der Graphic NovelSiehe dazu auch den Artikel im Stabi-Blog Graphic Novel – Die Bewegung der Literatur, der einen guten aspekte-Beitrag zum Thema vorstellt.

Dazu passend sei auf den lesenswerten Artikel «Cómic y novela gráfica, de la nada al «boom» en cinco años» von Pilar Martín verwiesen, der zuerst in El País und anschließend auch auf Impedimenta veröffentlicht wurde:

«Ya no somos bichos raros.» Así se sienten tanto los libreros y editores como los lectores que acuden a la feria del libro de Madrid en busca de esos ejemplares en los que la ilustración se alía con los mejores textos.

En los últimos cinco años este género literario ha gozado de un reconocimiento, tanto de crítica como de lectores, que ha hecho que las editoriales hayan conseguido que sus publicaciones sean reclamadas por libreros y seguidores.

[via @EdImpedimenta]

Diktatorische Bakterien und ein revolutionäres Immunsystem – Comics im sandinistischen Nicaragua

Eine Bakterie mit struppigen Haaren befindet sich auf der Flucht. Sie wird von einem Soldaten in Uniform verfolgt. „Ein Schritt weiter, und Du bist ein toter Virus“ heißt es auf dem Bild. Die Szene ist Teil eines Comics zur Gesundheitsaufklärung im sandinistischen Nicaragua. Die Bakterie trägt das Antlitz des ehemaligen Diktators Somoza, der von revolutionären Milizen gestoppt wird.

Nach der sandinistischen Revolution von 1979 stand die neue Regierung vor einer großen Herausforderung: Wie sollte sie ihre Politik einer Bevölkerung mit einem hohen Anteil von Analphabeten vermitteln? Űber 50% der nicaraguanischen Bevölkerung waren weder des Lesens noch des Schreibens mächtig, weshalb visuelle Elemente eine zentrale Rolle spielten. Wandbilder und politische Plakate schmückten die Straßen Managuas und informierten über die aktuellen Vorhaben der Regierung. Sie warben für die zahlreichen Reformprojekte der Regierung, sei es für die Alphabetisierungskampagne, die Agrarreform, die Wirtschafts- oder die Gesundheitspolitik. Comics gewannen ebenfalls an Bedeutung. Die Kombination aus Bild und Text ermöglichte es, ein breites Publikum zu erreichen: Menschen, die nicht des Lesens mächtig waren, Kinder und Jugendliche sowie Teilnehmer der Alphabetisierungskurse.

Anzeige des nicaraguanischen Planungsministeriums, 1981

„Was werden wir 1981 tun?“ Ein Baumwolle pflückender Bauer gibt die Antwort: „Wir werden mehr produzieren und weniger konsumieren. So werden wir weniger Geld leihen müssen und können auf dem Weg zu unserer wirtschaftlichen Unabhängigkeit voranschreiten.“ Diese Szene ist Teil einer Anzeige des nicaraguanischen Planungsministeriums aus dem Jahr 1981.

 

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