Rosalias Himmel und Hölle in Berlin

Rosalia ist wirklich ein Phänomen. Über ihre Bedeutung für die spanische Literaturwissenschaft haben wir bereits vor sieben Jahren im Artikel „El mal querer von Rosalía – Ein Pop-Album mit literaturwissenschaftlicher Relevanz“ berichtet. Einen guten Eindruck, wie bombastisch Konzertauftritte von Rosalia inszeniert werden, gibt das Video „ROSALÍA – Berghain (Live at The BRIT Awards 2026) ft. Björk“:

Am Freitag hat Rosalia ein Konzert in der Uber-Arena in Berlin gegeben, bei dem ihr gefeiertes Album Lux im Mittelpunkt stand. Dabei hat sie sowohl das Publikum als auch die Kritik begeistert. Jens Balzer schwärmt in der ZEIT: „Welch ein Abend. Welch ein Glück, dabei gewesen zu sein.“ Andreas Borcholte im Spiegel: „Selten war ein Popkonzert so sehr ein Gesamtkunstwerk.“.

Sehr lesenswert ist die Konzertkritik von Jagoda Marinić in ihrem gestern veröffentlichten Newsletter:

Dieses Konzert zu beschreiben ist nicht einfach: Es will alles sein und alles zeigen, künstlerisch wie von den Motiven her: Den Himmel, die Hölle, die Oper, den Rave, die Burlesque, die Diva, die Teamspielerin, die Solistin, die Unschuldige, die Sünderin. …

Ich glaube, es ist diese Zumutung, in die man sich während dieses Konzertes verliebt, dieses quasireligiöse, in dem die Erde nicht genug ist, aber doch der einzige Ort, an dem man ein Steak kriegen kann, wie Woody Allen sagte, als er noch als cool galt, oder wie man heute sagen müsste: die einzige, in dem ich einen gebratenen Blumenkohl bekomme.

Weiterlesen bei Jagoda Marinić: Rosalia‘s Heaven & Hell

Zitieren Sie diesen Artikel bitte so: Markus Trapp, "Rosalias Himmel und Hölle in Berlin", in Romanistik-Blog, 3. Mai 2026, https://blog.fid-romanistik.de/2026/05/03/rosalias-himmel-und-hoelle-in-berlin/.

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