Kulturprogramm des Instituto Cervantes Hamburg im Oktober 2021

Online-Vortragsreihe

Do, 7. Oktober 2021, 19 Uhr; Di, 9. November 2021, 19 Uhr; Do, 27. Januar 2022, 19 Uhr; Do, 24. Februar 2022, 19 Uhr

Zwischen Dialog und Konflikt, Feder und Schwert: Al-Andalus, eine instrumentalisierte Vergangenheit

Mehr Informationen unter:

Zwischen Dialog und Konflikt, Feder und Schwert: al-Andalus, eine instrumentalisierte Vergangenheit


____________________________________________

Online-Vortragsreihe

Zwischen Dialog und Konflikt, Feder und Schwert: Al-Andalus, eine instrumentalisierte Vergangenheit

Do, 7. Oktober 2021, 19 Uhr

Das iberische Mittelalter – aus der Perspektive der Turbanträger – María Isabel Fierro Bello

Turbane sind die Kronen der Araber. Dies geht auf eine Überlieferung des Propheten zurück. In der Tat war der Turban zu Beginn der islamischen Ära eine Kopfbedeckung, die die Araber repräsentierte. Sie waren die Eroberer, die über die für den Islam gewonnenen Gebiete herrschten. Der Turban wurde jedoch bald von einigen islamisierten Völkern wie den Berbern und auch von nicht-muslimischen Gemeinschaften, die unter muslimischer Herrschaft lebten, übernommen. Größe, Webart und Farbe wurden zu Unterscheidungsmerkmalen derjenigen, die dieses Kleidungsstück annahmen. Ein chronologischer Überblick über die Verwendung des Turbans auf der iberischen Halbinsel während des Mittelalters wird es uns ermöglichen, verschiedene soziale und politische Prozesse sowie Identitätsveränderungen anhand dieses charakteristischen Zeichens zu erkennen.

María Isabel Fierro Bello ist Forschungsprofessorin am Institut für Sprachen und Kulturen des Mittelmeerraums.
Sie arbeitet zur politischen, sozialen und intellektuellen Geschichte der vormodernen islamischen Gesellschaften und legt dabei insbesondere Wert auf den islamischen Westen (Nordafrika und Iberische Halbinsel). Zudem erforscht sie das islamische Recht, die Konstruktion der Orthodoxie und die Darstellung von Gewalt in vormodernen islamischen Gesellschaften. Sie ist die Autorin der Bücher Abdarramán III y el califato omeya de Córdoba (2011) und The Almohad revolution (2012). Zusammen mit F. García Fitz gab sie El cuerpo derrotado: cómo trataban musulmanes y cristianos a los enemigos vencidos (Península Ibérica, ss. VIII-XIII) (2008) heraus. Außerdem hat sie gerade das Routledge Handbook of Muslim Iberia (2020) herausgebracht und zusammen mit Alejandro García Sanjuán den Sammelband Hispania, Al-Andalus y España Identidad y nacionalismo en la historia peninsular (Marcial Pons, 2020) veröffentlicht. Des Weiteren beteiligt sie sich an der Ausgabe der Zeitschrift zur Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse al-Ándalus y la Historia.

 

Der Vortrag wird im spanischer Sprache gehalten.

Anmeldung unter: cultham@cervantes.es oder 040 530 205 29-0

Nach der Anmeldung erhalten Sie den jeweiligen Zugang zu der Videokonferenz über Zoom.

____________________________________________

Spanischer Filmclub

Di, 12. Oktober 2021, 19 Uhr

Entre perro y lobo – Zwischen Hund und Wolf (Kuba 2020)

Autonauta Films & El Viaje Films 2020

Die Annäherung an die drei Hauptfiguren dieses Dokumentarfilms, Veteranen aus dem Angolakrieg, wird durch ein faszinierendes traumähnelndes Setting geleistet und dabei in einen Dialog mit Genres wie Horror oder Western gestellt. Die überwältigende Präsenz eines inneren und äußeren Dschungels offenbart das Überleben von Personen, die von der Geschichte verlassen wurden.

Der Film wird in spanischer Sprache und mit englischen Untertiteln präsentiert.

Regie: Irene Gutiérrez

Dauer: 77 min

Eintritt: 8 Euro, 5 Euro (ermäßigt), Vorbestellung: info@3001-kino.de, 040 4376 79

Ort: 3001 KINO, Schanzenstr. 75 (im Hof), 20357 Hamburg, www.3001-kino.de

Das Instituto Cervantes Hamburg befolgt die aktuellen Schutzmaßnahmen der Stadt Hamburg zur Eindämmung von COVID-19.

____________________________________________

Online-Buchvorstellung

Do, 14. Oktober 2021, 19 Uhr

Jorge Zepeda Patterson:  Los usurpadores – Spiele der Macht

Elster Salis 2021

In mehr als zwanzig Jahren Journalismus hat der Mexikaner Jorge Zepeda Patterson Informationen darüber gesammelt, wie die herrschende Klasse in verschiedenen Situationen funktioniert: ihre ungeschriebenen Codes, ihre Beziehungen zu den Medien, die oft korrupten Beziehungen zwischen den Mächtigen.

Das Instituto Cervantes in Berlín, München und Hamburg stellt den Autor und seinen in Deutschland jüngst erschienen Roman Spiele der Macht (Verlag Elster & Salis 2021) in einer Videokonferenz vor. Der Politthriller beginnt mit einem furchtbaren Massaker auf der Buchmesse vom mexikanischen Guadalajara, das die Regierung an den Rand des Zusammenbruchs bringt, gerade als die Nachfolge im Präsidentenamt ansteht. Der Roman ist Teil der Trilogie über Los azules (Die Blauen), eine Gruppe von vier Freunden, die sich der Aufklärung von Verbrechen widmen.

Jorge Zepeda Patterson (Mazatlán, Mexiko, 1952) ist einer der prominentesten Autoren seines Landes. Er ist Schriftsteller, investigativer Journalist und politischer Analyst, unter anderem für El País und SinEmbargo. Seit den 1990er Jahren gründete und redigierte er wichtige Zeitungen in Mexiko, die als Referenzpunkt für den neuen Journalismus in Lateinamerika gelten. Zepedas erzählerische Trilogie über globale Netzwerke von Verbrechen und Korruption wurde in zahlreichen Sprachen veröffentlicht und wird für Netflix verfilmt. Für Milena oder der schönste Oberschnekelknochen der Welt erhielt er 2014 den Planeta-Preis. Die Korrupten war Finalist für den Dashiell Hammett Award.

Die Veranstaltung wird auf Spanisch mit Simultanübersetzung ins Deutsche stattfinden.

Freier Zugang zur Plattform Zoom ohne Anmeldung: https://us06web.zoom.us/j/83634149956

____________________________________________

Literaturhaus Hamburg – Buchvorstellung

Di, 19. Oktober 2021, 19 Uhr

María José Ferrada: Kramp

Alianza Editorial 2017

Das Instituto Cervantes Hamburg, das Literaturhaus Hamburg und der Berenberg Verlag stellen den Roman „Kramp“ der Schriftstellerin und Journalistin María José Ferrada (Temuco, Chile, 1977) vor.

Ein Vertreter für Eisenwaren der Marke Kramp, der im Chile der 1980er Jahre kurzerhand mit seiner siebenjährigen Tochter auf Verkaufstour geht, steht im Mittelpunkt des neuen Romans »Kramp« (Berenberg; Übersetzung: Peter Kultzen) der vielfachausgezeichneten Autorin María José Ferrada. Während die Tochter Freude daran findet, für ein paar Tage in der Woche der Schule zu entfliehen und ihren Vater bei Verkaufsgesprächen zu begleiten, erkennt auch er, dass es ziemlich profitabel ist, mit seiner Tochter unterwegs zu sein. Sie beherrscht nicht nur schnell die Kunst des Verkaufens, sondern kann mit ihren Kinderaugen die Händler schnell für sich gewinnen. Für beide könnte es für immer so weitergehen, spielte dieser abenteuerliche Vater-Tochter-Roadmovie nicht in den dunkelsten Zeiten der chilenischen Geschichte, in denen nun nicht nur diese gemeinschaftlichen Ausflüge, sondern auch die unschuldige Kindheit des Mädchens ein jähes Ende nehmen müssen.

María José Ferrada, geboren 1977 in Chile arbeitet als Journalistin und Autorin in Santiago de Chile. Sie hat über dreißig Kinderbücher verfasst, die in viele Sprachen übersetzt wurden. „Kramp“ ist ihr erster Roman und wurde mit den drei renommiertesten chilenischen Literaturpreisen ausgezeichnet: dem Preis für den besten Roman des Kreises der Kunstkritiker (Premio a la Mejor Novela del Círculo de Críticos de Arte), dem Preis für die besten Werke des Kulturministeriums in der Kategorie Roman (Premio a las Mejores Obras del Ministerio de Cultura) und dem städtischen Literaturpreis der Stadt Santiago (Premio Municipal de Literatura de Santiago).

Die Veranstaltung findet in deutscher und spanischer Sprache statt.

Moderation: Paul Ingendaay

Deutsche Lesung: Jodie Ahlborn

Eintrittskarten : 14,- / 10,- Euros, Streamingticket: 7,- Euros; sowie mehr Informationen unter:  https://www.literaturhaus-hamburg.de/programm/veranstaltungen/2021-10-19/maria-jose-ferrada

Ort: Literaturhaus Hamburg – Literaturzentrum, Schwanenwik 38 22087 Hamburg

Der Zutritt erfolgt nach dem 3G Modell. Ein Impf-, Genesungs- oder Testnachweis muss am Einlass vorgelegt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.